Standortfaktor Logistik

Studie: EU-Richtlinien stärken Markt für Biomasse-Kraftwerke

Die Pläne der Europäischen Union, den Anteil der erneuerbaren Energie an der Gesamtstromerzeugung bis zum Jahr 2010 auf 12 Prozent zu steigern, können zu einem stetigen Wachstum im Markt für Biomasse-Kraftwerke führen, so eine neue Analyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Frankfurt am Main (red) – "Eine Emissionsreduktion bei der Stromerzeugung wird heute immer häufiger gefordert. Deshalb rücken erneuerbare Energiequellen immer stärker in den Vordergrund," sagt Industry Manager Rajat Kumar. "Während mittlerweile immer mehr Verordnungen und Rahmenbedingungen den richtigen Weg weisen, kommt es jetzt darauf an, die sich daraus ergebenden Wachstumsmöglichkeiten auszuschöpfen." Die Umsätze auf dem Europamarkt für Biomasse-Kraftwerke können den Ergebnissen zufolge von 1.685,50 Millionen US-Dollar im Jahr 2005 auf schätzungsweise 2.204,40 Millionen US-Dollar in 2012 ansteigen.

Ein kritischer Faktor für die Marktentwicklung sei die Standortbestimmung der Biomasse-Kraftwerke. Da sie in der Nähe der Rohstoffstätten angesiedelt werden müssten, darf die Kapazität dieser Kraftwerke maximal 30 Megawatt umfassen, erläutert Kumar. Die Beschaffung von Biomasse kann sich allerdings auch schon für diese Größenordnung als schwierig erweisen. Dieses Problem ist insbesondere in solchen Ländern aktuell, die für die Deckung ihres eigenen Strombedarfs bereits heute stark von Importen abhängig sind. der Unternehmensberater weist darauf hin, dass in solchen Fällen effiziente Logistik- und Brennstoff-Versorgungsketten berücksichtigt werden müssen: "Das Logistiksystem beeinflusst daher maßgeblich die Standortwahl des Kraftwerks."

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