HWWI

Studie erwartet Ölpreis im Jahr 2030 bei 120 Dollar

Für das Hamburgische Welt-Wirtschafts-Institut ist ein langfristiger Anstieg des Ölpreises nicht unwahrscheinlich: "Bei einer Inflationsrate von 2,5 Prozent könnte der Ölpreis, ausgehend von einem Wert im vergangenen Jahr von knapp 40 Dollar je Barrel, auf 120 Dollar im Jahr 2030 klettern", hieß es in dieser Woche.

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Hamburg (ddp/sm) - Das Hamburgische Welt-Wirtschafts-Institut (HWWI) hält einen langfristigen Anstieg des Ölpreises auf 120 Dollar pro Barrel bis zum Jahr 2030 für möglich. Durch den zunehmenden Energiebedarf und steigende Erschließungs- und Förderkosten erhöhe sich der Ölpreis mit einer durchschnittlichen Jahresrate von 1,8 Prozent stärker als der Gaspreis mit 1,5 Prozent und der von Kohle mit 0,5 Prozent, erklärte das Institut.

"Bei einer Inflationsrate von 2,5 Prozent könnte der Ölpreis, ausgehend von einem Wert im vergangenen Jahr von knapp 40 Dollar je Barrel, auf 120 Dollar im Jahr 2030 klettern", sagte das HWWI auf Basis einer gemeinsamen Studie mit der Hamburger Berenberg Bank voraus. Ein Barrel entspricht 159 Litern.

Der Prognose zufolge wird sich die weltwirtschaftliche Produktion bis 2030 mehr als verdoppeln. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate entspreche etwa 2,8 Prozent. Preissteigerungen für Energierohstoffe und energiesparender technischer Fortschritt führten dazu, dass die Energienachfrage mit einer jährlichen Rate von 2,1 Prozent geringer als die Güterproduktion wachse.

Dabei gebe es erhebliche Unterschiede in den Wachstumsraten der einzelnen Energierohstoffe: Die Nachfrage nach Öl und Kohle wachse mit einer jährlichen Rate von knapp 1,7 Prozent deutlich langsamer als die nach Erdgas (2,4 Prozent) und alternativen Energieträgern (3,3 Prozent). Aufgrund der unterschiedlichen Wachstumsraten sänken der Öl- und Kohleanteil am gesamten Primärenergieverbrauch. Im Gegenzug steige der Anteil von Gas und alternativen Energien.