Versöhnt

Studie: Energiewende findet mehr Akzeptanz bei Firmen

Die Energiewende kommt einer Studie zufolge immer besser bei den Unternehmen in Deutschland an. Demnach übernehmen die Firmen auch in zunehmendem Maße selbst die Verantwortung zur Umsetzung von Strategien zur Steigerung der Energieeffizienz oder für den Umstieg auf Ökostrom.

Energiewende© asrawolf / Fotolia.com

Berlin (AFP/red) - Immer mehr Unternehmen akzeptieren einer Studie zufolge die Energiewende. Laut einer AFP am Sonntag vorliegenden Untersuchung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) sprechen sich mittlerweile 43 Prozent der Unternehmen dafür aus, den Ausbau der erneuerbaren Energien voranzutreiben. Nur noch 24 Prozent der befragten Unternehmen bewerteten die Entwicklung zum Ökostrom negativ oder sehr negativ. 2014 seien es noch 34 Prozent gewesen.

Mehr Energieeffizienz, Ökostrom und Selbstversorger

Dem DIHK zufolge sehen immer mehr Firmen die Energieversorgung als Managementaufgabe: 77 Prozent der Betriebe planten eine Steigerung der Energieeffizienz oder hätten sie bereits umgesetzt. Beim Bezug erneuerbarer Energien liege diese Zahl der geplanten oder schon umgesetzten Maßnahmen bei 39 Prozent und beim Aufbau einer teils eigenen Energieversorgung bei 37 Prozent.

Unternehmen fordern den Ausbau des Stromnetzes

Für die insgesamt positivere Bewertung der Energiewende macht der DIHK neben dem niedrigen Ölpreis vor allem die "Atempause beim Anstieg der Strompreise, das reformierte Energieeinspeisegesetz und die Erklärungen der Politik zur künftigen Ausgestaltung der Energiewende näher am Markt" mit verantwortlich.

Unter den Forderungen der Unternehmen zur Energiewende steht der Netzausbau mit 75 Prozent der Nennungen klar an erster Stelle, gefolgt von einer besseren Koordination der Energiewende (62 Prozent) und der Senkung von Strompreisabgaben (61 Prozent).

Quelle: AFP