Einsparung von Kohlendioxid

Studie: Endenergieeffizienz sorgt für massiven Umweltschutz

Eine Studie des Wuppertal Instituts im Auftrag der E.ON AG hat ergeben, dass in Deutschland in den kommenden zehn Jahren 160 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen eingespart werden könnten, wenn energieeffiziente Technologien ausreichend eingesetzt würden.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Wuppertal (red) - In den nächsten zehn Jahren könnte Deutschland durch den Einsatz energieeffizienter Technologien seine Treibhausgasemissionen um 160 Millionen Tonnen reduzieren. Möglich werde dies dies durch die Nutzung energiesparender Lösungen bei Elektrogeräten, beim Neubau und bei der Renovierung von Gebäuden und Anlagen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Wuppertal Instituts im Auftrag der E.ON AG, die heute in Berlin vorgestellt wurde.

"Mindestens 120 Millionen Tonnen an Kohlendioxid-Emissionen können dabei mit Gewinn vermieden werden. Das heißt, die Einsparung in der Energierechnung für die Verbraucherinnen und Verbraucher sowie für die Gesamtwirtschaft ist deutlich höher als das, was für das sparsamste Gerät, die effizienteste Anlage oder eine verbesserte Wärmedämmung zusätzlich ausgegeben werden muss", betonte Stefan Thomas, Leiter der Forschungsgruppe Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik am Wuppertal Institut.

Etwa 70 technische Maßnahmen wurden unter seiner Projektkoordination detailliert analysiert. Ergebnis: Haushalte, Industrie, Gewerbe und Handel können insgesamt fast 40 Prozent an Energie sparen und davon direkt profitieren. Investitionen in Endenergieeffizienz könnten mit Renditen von zumeist mehr als zehn Prozent, in einzelnen Fällen über 100 Prozent punkten. Eine staatliche Förderung sei jedoch notwendig für eine rasche Realisierung dieser Potenziale.