Wettbewerb im Strommarkt

Studie: Bis 2020 rund 30 Prozent weniger Stadtwerke

Bis zum Jahre 2020 könnte es einer aktuellen Studie zufolge rund 30 Prozent weniger Stadtwerke geben. Der Grund für diese Entwicklung sei ein zunehmender Kosten- und Wettbewerbsdruck. Um dies Auszugleichen, sei eine kurz- bis mittelfriste Neupositionierung der Stadtwerke notwendig.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

München (red) – Die Gesamtzahl der Stadtwerke in Deutschland könnte um rund 30 Prozent bis zum Jahre 2020 abnehmen, wie eine Szenario-Hochrechnung in der Studie von goetzpartners zeigt. Derzeit sind knapp 800 Stadtwerke in Deutschland aktiv und agieren auf dem Strommarkt.

Schwierige Wettbewerbslage

Die Wettbewerbslage von Stadtwerken in Deutschland wird zunehmend schwieriger. Dies liegt beispielsweise an dem Bevölkerungsrückgang, besonders in ostdeutschen Bundesländern, und an einer höheren Energieeffizienz durch moderne Gasheizungen und durch eine bessere Wärmedämmung sowie durch einen erhöhten Kostenanstieg - etwa infolge von tariflicher Entwicklungen.

Kooperationen und Fusionen

Ein Weg in eine profitablere Zukunft sieht goetzpartners in Kooperationen von einzelnen Stadtwerken, welche beispielsweise ihren Vertrieb oder ihre Netze zusammenlegen. Auch eine Fusion könnte eine mögliche Neupositionierung darstellen, da sich so Ressourcen und Wertschöpfungsstufen bündeln lassen. Des Weiteren könnte eine weitere Möglichkeit die vollständige Verlagerung der Wertschöpfungsstufen auf externe Anbieter sein. Somit müssten die Stadtwerke als primäre Aufgabe nur noch die Koordination der externen Dienstleister übernehmen.