Energieabgase

Studie bewertet Steinkohlekraftwerk in Lubmin als brissant

Angehende Landschaftsplaner der TU Berlin haben das Vorhaben, in Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern ein Steinkohlekraftwerk zu errichten, unter ökologischen Gesichtspunkten bewertet und kommen zu dem Ergebnis, dass der Bau des Kraftwerkes in diesem Gebiet ist höchst brisant sei.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Das ehemalige Gelände eines ehemaligen Kernkraftwerkes, auf dem ein rgiestandort mit einem Steinkohlekraftwerk sowie einem weiteren Gas- und Dampfkraftwerk errichtet werden soll, liege nicht nur in unmittelbarer Nähe von Landschaftsschutzgebieten wie dem Greifswalder Bodden, von den Kraftwerksemissionen wären auch die Inseln Rügen und Usedom, zwei Haupturlaubsgebiete Deutschlands, betroffen. Im Umkreis von 100 Kilometern wäre der Schadstoffausstoß des Steinkohlekraftwerkes noch spürbar.

Um Lubmin auch ohne den Bau des Steinkohlekraftwerkes als Energie- und Industriestandort zu entwickeln, sollten Unternehmen mit umweltverträglichen und insbesondere landschaftsschutzgebietsverträglichen Kreislauftechnologien dort angesiedelt werden. Zudem weisen die Studenten darauf hin, dass als strukturbildende Maßnahme nach der Wende Steuer- und Fördermittel in Millionenhöhe in die Region geflossen seien, um dort den naturnahen Tourismus zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund seien die Pläne, ein Steinkohlekraftwerk in Lubmin zu errichten, kontraproduktiv.