Energieverschwendung

Studie belegt Öko-Sünden beim Spülen

Nach wie vor rauscht viel zu wiel Wasser umsonst durch den Abfluss, und von einem effizienten Einsatz der Geräte kann auch nicht die Rede sein: Europas Verbraucher lasten ihre Spülmaschine zu selten aus, spülen mit zu hoher Temperatur und spülen zu viel mit der Hand.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Bonn (afp/red) - Das zeigt eine am Donnerstag veröffentlichte internationale Vergleichsstudie der Universität Bonn, an der 200 Haushalte in Deutschland, Italien, Schweden und Großbritannien teilnahmen. So spülten viele Verbraucher Besteck und Teller mit der Hand vor oder beluden die Geräte nicht vollständig, was unnötig Wasser und Energie kostete.

Die in Italien untersuchten Haushalte verbrauchten zum Beispiel pro Jahr hochgerechnet durchschnittlich 5600 Liter Wasser und 100 Kilowattstunden Energie, allein um ihr Geschirr vorzuspülen. Damit könnte ein Geschirrspüler rund 80 Mal betrieben werden, wie die von vier Haushaltsgeräte- und Spülmittelherstellern finanzierte Studie ergab.

Die Untersuchung mit Hilfe von Webcams und Verbrauchsmessungen förderte noch eine weitere Öko-Sünde zutage. So wurden viele Spülkörbe nur etwa zur Hälfte befüllt. Der Vergleichsstudie zufolge könnte etwa jeder zehnte Spülgang eingespart werden, wenn die Maschinen immer voll beladen wären. Zwischen 20 und 40 Prozent aller Geschirrteile wurden allerdings einzeln "mal zwischendurch" unter fließendem Wasser gespült.

Die deutschen Haushalte zeigten sich in der Studie insgesamt recht sparsam beim Einsatz von Wasser und Energie. Allerdings nutzen sie viel zu häufig hohe Programmtemperaturen und verschwenden dadurch unnötig Energie.