Statistik

Stromverbrauch steigt trotz wachsender Gerätezahl immer langsamer

Der Stromverbrauch in Deutschland steigt immer langsamer. Wie der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) heute in Berlin mitteilte, nahm die Nachfrage im vergangenen Jahr nur noch um 0,7 Prozent auf 519,8 Milliarden Kilowattstunden zu. Gründe dafür liegen u.a. in einer effizienteren Gerätetechnik.

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Berlin (ddp/sm) - Damit setze sich der Trend zu einem gemächlicheren Wachstum des Stromverbrauchs fort, der bereits seit rund zwei Jahrzehnten zu beobachten sei.

In den 80er Jahren ist die Stromnachfrage weiteren Angaben nach im Mittel jährlich noch etwa um zwei Prozent gestiegen. In den 90er Jahren habe der Zuwachs auf rund ein Prozent im Jahresdurchschnitt nachgelassen. Künftig rechneten die Stromunternehmen nur noch mit einem Plus von durchschnittlich 0,5 Prozent im Jahr. Berücksichtigt ist dabei die allgemeine Versorgung von Wirtschaft und Privathaushalten, die rund 95 Prozent des Marktes ausmacht. Außen vor bleibt die Eigenversorgung von Industriebetrieben.

Effizientere Gerätetechnik und wachsendes Energiebewusstsein der Verbraucher dämpften die Zuwachsraten beim Stromverbrauch, sagte VDEW-Hauptgeschäftsführer Eberhard Meller. In den Haushalten steige die Zahl der Elektrogeräte zwar weiter an, diese verbrauchten aber immer weniger Energie. Industrie und Gewerbe, auf die etwa die Hälfte der Stromnachfrage in Deutschland entfällt, verminderten ihren Energiebedarf mit verbesserten Produktionsprozessen. Die veränderte Wirtschaftsstruktur mit mehr Dienstleistungen und weniger Industrieproduktion verstärke diesen Trend.