Trotz Energiesparbemühungen

Stromverbrauch in EU deutlich gestiegen

Der Stromverbrauch in der EU ist deutlich gestiegen. Private Haushalte verbrauchten 2004 fast elf Prozent mehr Strom als 1999, wie aus einem Bericht der EU-Kommission hervorgeht. Dienstleistungsunternehmen hätten im gleichen Zeitraum rund 16 Prozent, Industrieunternehmen 10 Prozent mehr verbraucht.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Brüssel (ddp/sm) - Ursache für den höheren Verbrauch in Privathaushalten sei vor allem die Zunahme an Elektrogeräten, hieß es in dem Bericht. In vielen Haushalten seien zahlreiche Geräte - hauptsächlich Kühlschränke, Gefriergeräte und Fernseher - inzwischen doppelt und dreifach vorhanden. Auch für die Informations- und Kommunikationstechnik würden immer mehr Geräte verwendet, die Strom verbrauchen, wie DVD-Spieler oder schnurlose Telefone.

Zwar verbrauchten viele neue Geräte inzwischen weniger Strom als ihre Vorgängermodelle. Diese Einsparung werde aber durch den Zuwachs an Geräten wieder zunichte gemacht, hieß es. Außerdem würden bei der Anschaffung von neuen Geräten die alten häufig nicht ausgemustert, sondern zusätzlich weiter benutzt.

Chancen, den Verbrauch in Zukunft zu senken, liegen den Angaben zufolge unter anderem im technischen Fortschritt. Zum Beispiel gebe es große Fortschritte, den Stromverbrauch im Standby-Modus zu reduzieren. Dieser belaste den Energieverbrauch von Privathaushalten bislang sehr. Auch der flächendeckende Austausch von herkömmlichen Glühbirnen gegen Kompaktleuchtstofflampen oder Leuchtdioden könnte den Stromverbrauch deutlich senken, hieß es.