Statistik

Stromverbrauch im Jahresverlauf: Der Winter ist Stromsaison

Im Winter wird in Deutschland etwa zehn Prozent mehr Strom verbraucht, als im Sommer. Nach neusten Zahlen des VDEW sind die Starklastunterschiede zwischen den Jahreszeiten allerdings in den letzten 30 Jahren geringer geworden. Neben der Starklast werden auch notwendige Reserven für konjunkturelle oder witterungsbedingte Verbrauchsschwankungen abgedeckt.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Stromverbrauchskurve im Sommer liegt in Deutschland etwa zehn Prozentpunkte unter der Verbrauchskurve im Winter. Das meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) nach neuesten Daten des Verbandes der Netzbetreiber für 2002.

Die Netzbetreiber messen den Stromverbrauch in der Mittagszeit an jedem dritten Mittwoch im Monat. Im Dezember 2002 sei diese "Starklast" mit 75 100 Megawatt Stromanforderung besonders hoch gewesen, teilte der Verband mit. Am dritten Maimittwoch 2002 wurden hingegen nur 66 500 Megawatt Kraftwerkskapazität angefordert.

Der Kraftwerkspark deckt neben der Starklast auch notwendige Reserven für konjunkturelle oder witterungsbedingte Verbrauchsschwankungen ab. Die Starklastunterschiede im Jahresverlauf sind in den letzten 30 Jahren allerdings geringer geworden. Zwischen den Extremwerten im Winter und Sommer hat 1972 ein Unterschied von rund 20 Prozentpunkten bestanden.