Strom-News
Mehr erneuerbare EnergienTrotz der hohen Preise hat sich der Energieverbrauch in Deutschland in diesem Jahr um zwei Prozent erhöht. Grund dafür war unter anderem die kältere Witterung als im Vorjahr, wegen der die Bürger mehr heizten, wie die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB), ein Zusammenschluss der Energieproduzenten, mitteilte.
Berlin/Köln (AFP) - Den Berechnungen zufolge stieg der Primärenergieverbrauch in Deutschland demnach auf 480 Steinkohleeinheiten. Deutlich wachsen konnten laut AGEB erneuerbare Energien, aber auch mehr Strom aus Atomkraft wurde in die Netze eingespeist.
2008 wurde den ersten Berechnungen der AGEB zufolge fünf Prozent mehr Öl verbraucht. Der Rohstoff stand damit für über ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland. Zurückzuführen ist die Entwicklung laut AGEB vor allem auf den Nachfrageanstieg von 32 Prozent bei leichtem Heizöl. Im Vorjahr hatten die Deutschen sich dabei demnach sehr zurückgehalten, der Verbrauch war um 34 Prozent eingebrochen.
Der Erdgasverbrauch stieg laut AGEB um knapp drei Prozent. Die im ersten Halbjahr kühlere Witterung habe für mehr Nachfrage bei privaten Haushalten geführt, erklärte die Arbeitsgemeinschaft. Während der industrielle Einsatz von Erdgas den Berechnungen zufolge zurückging, erhöhte er sich bei der Stromerzeugung um acht Prozent. Der Verbrauch an Steinkohle fiel 2008 laut AGEB um mehr als sechs Prozent, vor allem Kraftwerke verringerten ihren Bedarf demnach um rund sieben Prozent. Der Braunkohleverbrauch ging um 3,3 Prozent zurück. Der Anteil von Wasserkraft blieb stabil.
Die Stromerzeugung aus Atomkraft erhöhte sich 2008 den Berechnungen zufolge um 5,7 Prozent. Erneuerbare Energien wuchsen noch deutlicher um 7,3 Prozent. Der Beitrag von Windkraft stieg trotz eines schwachen Ergebnisses in den ersten neun Monaten um 5,5 Prozent. Insgesamt wuchs der Anteil am Primärenergieverbrauch damit auf ebenfalls 7,3 Prozent - nach 7,0 Prozent im Vorjahr.
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