Gegen den Trend

Stromsteuereinnahmen stark rückläufig

Der positive Trend bei den Steuereinnahmen setzt sich fort. Allerdings ist der Anstieg nicht einheitlich. Während die gemeinschaftlichen Steuern um 15,5 Prozent zulegten, ging das Aufkommen der reinen Bundessteuern im Monatsvergleich unter anderem wegen rückläufiger Stromsteuern um 0,8 Prozent zurück.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Im Juli nahmen die öffentlichen Haushalte 11,5 Prozent mehr Steuern (ohne Gemeindesteuern) ein, geht aus dem Montag veröffentlichten Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervor. Verantwortlich für den schwachen Anstieg der Bundessteuern waren vor allem deutliche Rückgänge bei der Stromsteuer (minus 16,6 Prozent) sowie der Tabaksteuer (minus 3,8 Prozent). Die Ländersteuern lagen 5,4 Prozent über dem Vorjahresergebnis.

Die seit Beginn des Jahres 2006 andauernde Aufwärtsentwicklung bei der Lohnsteuer setzte sich den Angaben zufolge im Juli mit einem Plus von 3,4 Prozent leicht verlangsamt gegenüber dem Juni-Ergebnis (plus 5,0 Prozent) fort. Die Umsatzsteuer verbuchte einen kräftigen Zuwachs von 11,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Ohne einen Sondereffekt in einem Bundesland hätte der Anstieg allerdings nur bei 8,8 Prozent gelegen, erläuterte das Bundesfinanzministerium.