Stromrechnung

Stromspiegel offenbart Sparpotenzial

Im Schnitt zahlt jeder Deutsche 400 Euro im Jahr für Strom. Allerdings sind die Verbrauchsspannen recht unterschiedlich. Mit dem kürzlich erschienenen Stromspiegel des Bundesumweltministeriums kann sich jeder Haushalt im Vergleich betrachten und Stromfresser aufspüren.

junges Paar© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Berlin (red) - Ein durchschnittlicher 3-Personen-Haushalt in Deutschland kann pro Jahr 1.200 Kilowattstunden (kWh) Strom und 320 Euro Stromkosten sparen. Das zeigt der Stromspiegel für Deutschland, den das Bundesumweltministerium mit Partnern aus Forschung, Wirtschaft und Verbraucherschutz im Rahmen der Stromsparinitiative erstmals veröffentlicht. Dafür wurden 110.000 Verbrauchsdaten ausgewertet. Zum Beispiel verbraucht ein 3-Personen-Haushalt in einem Mehrfamilienhaus durchschnittlich 3.000 kWh Strom im Jahr. Ein effizienter Haushalt der gleichen Größe kommt hingegen im Schnitt mit 1.800 kWh jährlich aus.

Stromspiegel zur Orientierung

Mit der eigenen Stromrechnung und den bundesweit gültigen Vergleichswerten des Stromspiegels können Privathaushalte den eigenen Verbrauch bewerten und als "gering", "niedrig", "mittel" oder "hoch" einordnen, berichtet die co2online gGmbH. Der Stromspiegel für Deutschland ist damit eine Orientierungshilfe für Mieter und Hauseigentümer. Sie können das eigene Sparpotenzial bestimmen und werden motiviert, gezielt Strom zu sparen und weniger CO2-Emissionen zu verursachen. Verbraucher haben mit dem Stromspiegel die Möglichkeit, die eigene Wohnsituation zu berücksichtigen. Individuelle Faktoren wie der Gebäudetyp oder die Art der Warmwasserbereitung fließen in das Ergebnis ein und ermöglichen eine differenzierte Bewertung des Stromverbrauchs.

Die Stromspiegel-Broschüre gibt es bei allen Projektpartnern sowie zum Herunterladen.

Strom kostet Deutsche 400 Euro pro Jahr

Jeder Deutsche verbraucht jährlich im Schnitt 1.500 kWh Strom. Das entspricht Stromkosten von 400 Euro im Jahr. Wird das warme Wasser in Bad und Küche elektrisch erhitzt, erhöht sich der Verbrauch um 28 Prozent oder 400 kWh. Das trifft auf knapp ein Drittel aller Haushalte in Deutschland zu. Neben der elektrischen Warmwasserbereitung und der Haushaltsgröße beeinflusst vor allem die Gebäudeart die Höhe des Stromverbrauchs. Beispielsweise verbraucht ein Haushalt in einer Wohnung im Mehrfamilienhaus durchschnittlich 33 Prozent weniger Strom als ein vergleichbarer Haushalt im Einfamilienhaus. Der Grund: Außenbeleuchtung, Garten, Garage oder der Strom für die allein genutzte Heizungspumpe schlagen im eigenen Haus zusätzlich zu Buche.

Der Stromspiegel wird im Rahmen der Stromsparinitiative veröffentlicht. Diese Initiative wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit 2012 gestartet, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Da die Preise pro Kilowattstunde von Anbieter zu Anbieter sehr unterschiedlich ausfallen, lohnt sich auch ein Preisvergleich, um weiteres Sparpotenzial auszunutzen. Unser Stromrechner zeigt mit der Eingabe der Postleitzahl und des Jahresverbrauchs günstige Anbieter an.