Kooperation

Stromspeicherung: RWE entwickelt Druckluftspeicher

Das Speichern von Energie gewinnt mit dem Ausbau erneuerbarer Energien zunehmend an Bedeutung. Der Stromanbieter RWE will gemeinsam mit drei Partnerunternehmen Druckluftspeicher entwickeln, um Energie in Form von Luft und Wärme zu speichern.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (red) - Mit dem Projekt ADELE (Adiabater Druckluftspeicher für die Elektrizitätsversorgung) soll zu Zeiten eines hohen Stromangebots Luft komprimiert, die dabei entstandene Wärme in einem Wärmespeicher zwischengespeichert und die Luft in unterirdische Kavernen gepresst werden. Bei steigendem Strombedarf kann diese Druckluft unter gleichzeitiger Rückgewinnung der Wärme zur Stromerzeugung in einer Turbine genutzt werden.

Erster Druckluftspeicher 2013

Eine erste Demonstrationsanlage mit einer Speicherkapazität von einem Gigawatt und einer elektrischen Leistung von bis zu 200 Megawatt soll 2013 errichtet werden. Damit soll ADELE in der Lage sein, in kürzester Zeit Ersatzkapazität bereit zu stellen und für eine Dauer von fünf Stunden 40 hochmoderne Windräder zu ersetzen. Insgesamt würden in das Projekt zehn Millionen Euro investiert.

Salzstock als Druckluftspeicher

Als Standorte für Druckluftspeicherkraftwerke eignen sich besonders Regionen mit geeigneten geologischen Salzstrukturen, in denen sich Kavernen zur Aufnahme großer Mengen Druckluft errichten lassen und die sich in der Nähe von Windkraftanlagen befinden.