Studie

Strompreisrabatte auch für Golfplätze und Einzelhändler?

Die Energiewende wird für die Privathaushalte laut einer Studie auch deshalb teurer, weil die Industrie zunehmend von Rabatten auf den Strompreis profitiert. 57 Euro extra werde ein durchschnittlicher Haushalt mit einem Verbrauch von jährlich 3500 Kilowattstunden 2013 voraussichtlich wegen dieser Rabatte zahlen müssen.

Geld© rkolbabek / iStockphoto.com

Berlin (AFP/red) - Das errechnete das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft im Auftrag der Bundestagsfraktion der Grünen. Für dieses Jahr geht die Studie, die AFP am Dienstag vorlag, von einer Mehrbelastung der Privathaushalte von 36 Euro aus.

Neue Strompreisrabatte sorgen für mehr Profiteure

Den Anstieg erklären die Autoren der Studie mit neuen Regeln, die es immer mehr Unternehmen erlauben, von Vergünstigungen zu profitieren. Für 2013 beantragten demnach nicht nur Firmen aus energieintensiven Branchen wie der Metall- und Papierindustrie die Erleichterungen. Auch Golfplätze, Mäster und Händler wie Aldi und C&A stellten demnach entsprechende Anträge bei der Bundesnetzagentur. Laut Studie werden die Zusatzkosten für die Haushalte 2013 deshalb auf insgesamt 5,6 Milliarden Euro steigen. Dieses Jahr lägen sie bei 3,9 Milliarden Euro.

Umlage für Offshore-Windparks kommt 2013 hinzu

Unternehmen, die mehr als eine bestimmte Menge Strom verbrauchen, können Vergünstigungen für verschiedene Umlagen beantragen. Dazu zählen die Umlagen zur Förderung des Ausbaus der erneuerbaren Energien und von Kraftwerken, die Kraft-Wärme-Kopplung nutzen. Zusätzlich gibt es Rabatte bei den Netznutzungsentgelten und - ab 2013 - der Umlage für die Anbindung von Windkraftanlagen auf dem Meer ans Netz.

Quelle: AFP