Hitzewelle

Strompreise steigen durch Einsatz von Klimaanlagen

An heißen Tagen werden auch in der Schweiz gern die Klimaanlagen angeschaltet. Diese sind jedoch wahre Stromfresser: Das Elektrizitätswerk Zürich berichtet von bis zu fünf Prozent mehr Stromverbrauch. Das führt dazu, dass Stromspitzen nicht mehr aus eigenen Kräften abgedeckt werden können und Strom hinzugekauft werden muss.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Zürich (red) - Wie das Schweizer Nachrichtenportal 20 Minuten Online berichtet, hat laut Coop die Nachfrage nach Klimageräten in den letzten zwei Jahren im zweistelligen Bereich zugenommen. Ähnlich gewachsen sei diese Warengruppe auch bei Media Markt. Dieser Trend wird wohl in Zukunft weitergehen, was auch Auswirkungen auf die Strompreise hat.

Bis zu fünf Prozent mehr Strombedarf an heißen Tagen

Laut Präsident Marc Stampfler, Präsident des Schweizerischen Vereins für Kältetechnik, haben hauptsächlich billige Geräte aus dem Großhandel an Umsatz hinzugewonnen. Die Klimaanlagen haben einen großen Nachteil: Sie haben einen enormen Stromverbrauch. Energie Wasser Bern berichtet, dass an heißen Tagen der Verbrauch in der Stadt um bis zu zehn Megawattstunden ansteige. Dies sei auf den Betrieb der Klimaanlagen zurückzuführen. Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich bestätigt dies: "Die Differenz von einem kühlen zu einem heissen Tag kann bis zu fünf Prozent ausmachen."

Steigende Nachfrage: Strom muss zugekauft werden

Zu Spitzenzeiten kann dieser gestiegene Bedarf nicht mehr von allen Stromanbietern selbst gedeckt werden. So musste Axpo laut Sprecherin Anahid Rickmann letzte Woche auch wegen der Hitze gegen 300 Megawatt Strom auf dem internationalen Strommarkt zukaufen. Die gestiegene Nachfrage hat so natürlich auch Auswirkungen auf die Strompreise. Laut Stromhändler Alpiq ist der Preis an der Strombörse in der vergangenen Woche um bis zu acht Prozent angestiegen.