Preisentwicklung

Strompreise im Jahresvergleich um 3,3 Prozent höher

Die Verbraucher haben im Oktober mehr für ihren Lebensunterhalt zahlen müssen als vor einem Jahr. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fielen vor allem die um über fünf Prozent gestiegenen Energiepreise ins Gewicht. Die Preise für Mineralölprodukte verzeichneten sogar ein Plus von 10,2 Prozent.

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Wiesbaden (dapd/red) - Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden auf der Basis endgültiger Zahlen mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise - wie bereits im September - im Jahresvergleich um 1,3 Prozent. Der für die Geldpolitik wichtige Schwellenwert von zwei Prozent wurde damit im Oktober weiterhin unterschritten. Im Vergleich zum September blieben die Preise, auch die Strompreise, mit einem Plus von 0,1 Prozent nahezu unverändert.

Geprägt wurde die Inflationsrate im Oktober erneut vor allem durch die Preisentwicklung bei Energie, die sich insgesamt um 5,1 Prozent gegenüber Oktober 2009 verteuerte. Im Jahresvergleich legten die Preise für Mineralölprodukte mit einem Plus von 10,2 Prozent deutlich zu. Leichtes Heizöl kostete 17,3 Prozent mehr, Kraftstoffe 8,4 Prozent.

Die Strompreise verteuerten sich binnen Jahresfrist um 3,3 Prozent, Gas um 0,8 Prozent. Eine gegenläufige Preisentwicklung wurde indes bei Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme (minus 3,2 Prozent) ermittelt. Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung bei Energie hätte die Inflationsrate im Oktober 2010 nur bei plus 0,9 Prozent gelegen.

Im Vergleich zum Vormonat September waren unterschiedliche Preisbewegungen zu beobachten. So verteuerte sich Gas um 1,0 Prozent, Mineralölprodukte kosteten mit plus 0,2 Prozent nur minimal mehr. Die Nahrungsmittelpreise gingen dagegen leicht um 0,3 Prozent zurück. Billiger wurden vor allem Gemüse (minus 2,4 Prozent) und Obst (minus 0,8 Prozent).