Berechnungen

Strompreise: EEG-Umlage wurde zu hoch angesetzt (Upd.)

Deutsche Haushalte zahlen in diesem Jahr 882 Millionen Euro zu viel für Strom. Das berichtet das Verbraucherportal Verivox. Die Mehrkosten ergeben sich danach aus einer für das laufende Jahr zu hoch angesetzten EEG-Umlage. Der Grund dafür ist, dass im Jahr 2010 weitaus weniger Solaranlagen neu installiert wurden als angenommen.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin/Heidelberg (dapd/red) - Die Ökostrom-Umlage war von 2,05 Cent auf 3,5 Cent je Kilowattstunde gestiegen. Weil aber 2010 weitaus weniger Solaranlagen neu installiert wurden als angenommen, sei die Umlage zu hoch angesetzt worden. Laut Bundesumweltministerium hätte sie nur auf 3 Cent pro Kilowattstunde steigen müssen.

Anbieter erhöhten um rund sieben Prozent

Die Stromversorger haben die überhöhte Umwelt-Abgabe an die Verbraucher weitergegeben, so Verivox. Demnach erhöhten seit Jahresbeginn 750 Grundversorger die Preise um im Schnitt sieben Prozent. Für einen Durchschnitts-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden stieg damit die jährliche Stromrechnung um 22 Euro. Bei 40 Millionen Haushaltskunden summieren sich die unnötig gezahlten Stromkosten auf mehr als 882 Millionen Euro.