Erfolg auf ganzer Linie

Strompreise bleiben für 500 000 hessische Stromkunden stabil

Die hessischen Stromversorger Mainova (Frankfurt) und Entega (Darmstadt/Mainz) haben die Anträge auf Erhöhung der Strompreise um 7,1 bzw. 8,7 Prozent zurückgezogen. Damit zahlt sich die Hartnäckigkeit von Wirtschaftsminister Alois Rhiel erstmals für 500 000 hessische Stromkunden aus.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Wiesbaden (ddp-hes/sm) - Nach der Rücknahme einer von den hessischen Energieversorgern Entega und Mainova angekündigten Erhöhung bleiben die Strompreise für hessische Kunden in diesem Jahr stabil. Von der Rücknahme der Anträge profitieren im allgemeinen Tarif rund 240 000 Mainova- sowie rund 300 000 Entega-Kunden.

Die übrigen 48 hessischen Stromunternehmen sollten sich die Entscheidungen von Entega (Darmstadt) und Mainova (Frankfurt) zum Vorbild nehmen und ebenfalls ihre Anträge auf höhere Strompreise zurückziehen, sagte Wirtschaftsminister Alois Rhiel (CDU) gestern in Wiesbaden. Rhiel verweigert seit Beginn des Jahres, die Anträge des Darmstädter wie des Frankfurter Unternehmens auf eine Strompreiserhöhung um 8,7 Prozent beziehungsweise 7,1 Prozent sowie Anträge von 48 weiteren Energieversorgern zu genehmigen.

Der Minister hatte Anfang Juni angekündigt, Stromversorger zu Preissenkungen zu zwingen. Sollten die Versorger nicht von allein einlenken, werde er möglicherweise zum 1. Januar 2007 Strompreissenkungen anordnen, unterstrich Rhiel.