Unterwasser-Kabel

Stromleitung zum Festland soll Mallorcas Versorgung sichern

Bald schon soll ein Unterwasserkabel zum Festland die Stromversorgung auf Mallorca sicherer machen. Der spanische Netzbetreiber Red Eléctrica hat die Vorbereitungsarbeiten im malloquinischen Santa Ponça abgeschlossen, die Verlegung der Leitung soll nächste Woche beginnen.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Palma de Mallorca (red) - Das 237 Kilometer lange und rund 6.700 Tonnen schwere Kabel soll in fast 5000 Metern Tiefe verlegt werden und wird dann von Santa Ponça in Mallorcas Westen bis nach Sagunto in der Comunidad Valencia reichen. Die Stromversorgung auf den Balearen, die bisher allein von Kraftwerken auf Mallorca und Menorca abhing, soll durch die Anbindung ans Festland stabilisiert werden, Versorgungsengpässen soll vorgebeugt werden. Der Bedarf an Strom steigt schnell, auch durch den Tourismus auf den Inseln.

Schnelle Fertigstellung geplant

Das "Rómulo" genannte Projekt, an dem auch Siemens beteiligt ist, wird mit 375 Millionen Euro kalkuliert. Red Eléctrica rechnet laut der Online-Tageszeitung ciutat.es damit, stündlich zwischen 1000 und 1500 Meter der Leitung verlegen zu können. Geplant ist, im Februar die Verlegearbeiten vollständig abschließen zu können. Noch vor Beginn des Sommers sollen dann die ersten Tests erfolgen.

Die Besonderheit des Projektes liegt darin, dass für die Unterwasserleitung der Wechselstrom, der sowohl auf der Insel als auch auf dem Festland durchs Netz läuft, in Gleichstrom umgewandelt werden muss. Dadurch soll auf der langen Strecke weniger Energie verloren gehen. Für die Umwandlung sind zwei Umspannwerke nötig, eines an jedem Endpunkt der Leitung. Das erste Umspannwerk auf mallorquinischer Seite ist bereits fertiggestellt.