Pannen im AKW Krümmel

Stromkunden zum Boykott von Vattenfall aufgerufen

Nach den Störfällen im Atomkraftwerk Krümmel haben Umweltverbände die Stromkunden dazu aufgerufen, dem Betreiber Vattenfall den Rücken zu kehren. Kunden sollten den Stromanbieter wechseln und so Vattenfall zur Aufgabe des Atomgeschäfts zwingen, hieß es.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (afp/red) - Das Aktionsbündnis "Atomausstieg selber machen" forderte in Berlin die Stromkunden auf, ihre Verträge mit Vattenfall zu kündigen und zu einem Stromanbieter wechseln, der Ökostrom anbietet. "Jetzt besteht die realistische Chance, den schwedischen Konzern zur Aufgabe seines deutschen Atom-Engagements in Krümmel und Brunsbüttel zu treiben", hieß es.

"Die Kunden von Vattenfall sollten den Atomausstieg vorziehen und zu einem Ökostromanbieter wechseln", sagte auch Grünen-Spitzenkandidatin Renate Künast dem Berliner "Tagesspiegel" (Mittwochsausgabe). Ähnlich äußerte sich dort SPD-Fraktionsvize Ulrich Kelber.

Das AKW Krümmel war am Samstag nach einem Kurzschluss in einem Transformator und weiteren technischen Problemen wieder vom Netz gegangen. SPD-Fraktionschef Peter Struck warf der CDU und Kanzlerin Merkel ein "Einknicken" vor der Atomindustrie vor. Es sei absurd, so zu tun, als gingen ohne Atomkraftwerke die Lichter aus, sagte Struck. Nach der Pannenserie in Krümmel müssten "selbst die verbohrtesten Kernkraftbefürworter einsehen", dass Laufzeitverlängerungen der falsche Weg seien.

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