Tendenz

Stromkunden in Sachsen fragen öfter nach Ökostrom

Die Stromkunden in Sachsen reagieren auf die aktuelle Kernenergie-Debatte mit leicht gestiegenem Interesse an alternativen Energien. Immer mehr Kunden würden nach Ökostrom-Tarifen nachfragen. Doch beim Wechsel zu Ökostrom sollte man genau hinschauen, woher der Strom kommt.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Dresden/Leipzig/Chemnitz (dapd-lsc/red) - Bei den Stadtwerken in Dresden wird nach Angaben des Unternehmens seit einigen Tagen verstärkt Ökostrom nachgefragt, in Chemnitz verzeichnet man ein "minimal" gesteigertes Interesse. Die Stadtwerke Leipzig haben indes keine Veränderungen beobachtet.

Mehr Kunden fragen nach Ökostrom

"Unsere Kunden fragen mehr nach Ökostrom", sagte eine Sprecherin der Dresdner Drewag am Donnerstag. Ob sich das in mehr Anträgen niederschlage, sei abzuwarten. "Wir verspüren eine minimale Steigerung der Kundenanrufe, die sich für Ökostromprodukte interessieren", hieß bei Eins Energie in Chemnitz. Acht Prozent des Portfolios von Eins Energie entfalle auf Atomstrom, 25 Prozent auf erneuerbare Energien.

Leipziger Stadtwerke ohne Atomstrom

Dass die Leipziger Kunden kein gesteigertes Interesse an Ökostrom zeigen, begründete eine Sprecherin der dortigen Stadtwerke damit, dass schon jetzt die Hälfte von ihnen Strom und Wärme aus Gas beziehe. Zudem sei den Kunden durch die intensive Werbung des Unternehmens vermutlich bekannt, dass man keinen Atomstrom anbiete.

Bei Ökostrom auf Gütesiegel achten

Verbraucher, die weg von Atomstrom möchten und sich für einen Ökostrom-Tarif entscheiden, sollten darauf achten, dass dieser Gütesiegel aufweist. Unser Ratgeber erklärt den Nutzen von Gütesiegeln und Ökostrom-Zertifikaten. Unser Ökostrom-Rechner hilft zudem, einen passenden Ökostrom-Tarif zu finden.

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