Atomkraftgegner

Stromkonzern hat angeblich Greenpeace bespitzelt

Der französische Stromkonzern Électricité de France (EDF) steht Medienberichten zufolge im Verdacht, ein Büro der für den Atomausstieg werbenden Umweltorganisation Greenpeace ausspioniert. Die Staatsanwaltschaft Paris ermittele seit Montag gegen zwei hochrangige EdF-Beamte.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Hamburg/Paris (red) - Seit Jahren arbeite Greenpeace gegen das Vorhaben von EdF, in Flamenville den Druckwasserreaktor EPR zu bauen, so die Umweltschützer. "Statt sich demokratisch mit den Argumenten ihrer Kritiker wie Greenpeace auseinanderzusetzen, zieht EdF offenbar Stasi-Methoden vor", sagt Thomas Breuer, Leiter des Energiebereichs von Greenpeace Deutschland.

Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, hat EdF bestätigt, dass bereits Büroräume des Konzerns von der Staatsanwaltschaft durchsucht wurden. Morgen (2. April) soll der ehemalige Kampagnen-Leiter von Greenpeace Frankreich, Yannick Jadot, seine Aussage vor Gericht zu Protokoll geben.