VDEW und dena

Stromkennzeichnung: Energiemix künftig auf der Stromrechnung

Die Strombranche hat gemeinsam mit der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) eine Empfehlung für ein praxisgerechtes und einheitliches Stromkennzeichen vorgelegt. Die transparenten und objektiven Informationen werden künftig auf der Stromrechnung ausgewiesen.

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Berlin (red) - "Knapp zwei Drittel der Stromkunden interessieren sich dafür, wie ihr Strom erzeugt wird. Diesem Kundenwunsch kommt die Branche nach und ist bereit, diese Information künftig auf der Stromrechnung auszuweisen", erklärte Eberhard Meller, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW).

Die Strombranche hat gemeinsam mit der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) eine Empfehlung für ein praxisgerechtes und einheitliches Stromkennzeichen vorgelegt. Der gemeinsame Vorschlag soll an objektive energiewirtschaftliche Kenngrößen anknüpfen und Informationen über den Energieträgermix und Hinweise auf die Umweltauswirkungen enthalten.

"Das Verbraucherinteresse an einfachen und klar verständlichen Informationen wird dabei berücksichtigt". betonte Meller. Die Informationen zum Energiemix sollten transparent, objektiv und kostengünstig erfasst und jedem Stromkunden zur Verfügung gestellt werden. Schon heute sei es in der Branche üblich, in den Geschäfts- und Umweltberichten sowie im Internet ausführlich über die Stromerzeugung zu informieren.

Die Empfehlung von VDEW und dena orientiert sich an den europarechtlichen Vorgaben. Die neue Elektrizitäts-Binnenmarktrichtlinie verpflichte auch Deutschland, die Kennzeichnung von Strom in nationales Recht umzusetzen. "Seit der Liberalisierung der Strommärkte ist eine einheitliche Stromkennzeichnung wichtiger als je zuvor", betonte dena-Geschäftsführer Stephan Kohler. "Der Verbraucher kann sich nur dann für eine rationelle oder regenerative Energieerzeugung entscheiden, wenn er über den Energieträgermix und die jeweiligen Auswirkungen auf die Umwelt informiert ist."