Atomausstieg

Stromimport steigt nach Fukushima an (Upd.)

Nach der abrupten Abschaltung der sieben ältesten deutschen Atomkraftwerke im März sind die Stromeinfuhren aus Frankreich und Tschechien von 20 auf 25 Milliarden Kilowattstunden gestiegen. Trotzdem bleibt Deutschland unter dem Strich Strom-Exporteur.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

München (afp/red) - Zwischen Januar und Juni 2011 seien insgesamt 25 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom importiert worden, im Vorjahreszeitraum waren es 20 Milliarden, berichtete der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Der Verband stellte am Montag einige Zahlen richtig, die zuvor aufgrund eines technischen Übertragungsfehlers teilweise nicht korrekt wiedergegeben worden waren.

Mehr Strom ex- als importiert

Aus Frankreich kam in der ersten Jahreshälfte 2011 mit 42 Prozent der größte Anteil der Stromflüsse Richtung Deutschland, aus Tschechien mit 22 Prozent der zweitgrößte. Die größten Strommengen aus Deutschland flossen nach Österreich (27 Prozent) und in die Schweiz (25 Prozent). Demnach bleibt Deutschland trotz der Zunahme des Stromimports unter dem Strich nach wie vor Strom-Exporteur.

Der Start in den Atomausstieg

Nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima hatte die Bundesregierung die Abschaltung der sieben ältesten deutschen Atomkraftwerke angeordnet. Inzwischen ist beschlossen, dass die Alt-Akw sowie der sogenannten Pannenmeiler in Krümmel nicht mehr ans Netz gehen. Die restlichen Reaktoren sollen stufenweise bis 2022 abgeschaltet werden.