Biomasse-Energie

Stromerzeugung mit Resten aus der Senfernte

Im indischen Bundesstaat Rajasthan lebt ein großer Teil der Bevölkerung von der Landwirtschaft, und das, obwohl der Landesteil hauptsächlich von Trockenheit geprägt ist. Vor allem die genügsamen Senfpflanzen werden hier angebaut. Ein Biomassekraftwerk in der Ortschaft Tonk erzeugt aus den Ernteresten Ökostrom.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Tonk/Berlin (red) - Seit 2007 ist das Werk in Betrieb. Es wird von Tausenden Kleinbauern mit den Abfällen aus der Senfernte beliefert. Diese waren zuvor wertlos und helfen den Landwirten nun, ihre Existenz zu sichern. Für die Pflanzenreste wurden Sammelzentren eingerichtet, um den Bauern lange Wege zu ersparen.

Ökostrom, Arbeitsplätze und Co2-Einsparung

Laut atmosfair.de werden durch das Kraftwerk 35.000 Tonnen an Co2 im Jahr eingespart, die nachwachsenden Rohstoffe ersetzen fossile Brennstoffe. Ein weiterer Vorteil ist zudem, dass in der armen Region durch das Kraftwerk Arbeitsplätze entstehen. Betrieben wird das Kraftwerk vom Stromproduzenten Kalpaturu Power Transmission Limited (KPTL), für den es bereits das zweite derartige Projekt ist. Schon 2003 wurde in der Region Ganganagar ein Biomasse-Kraftwerk erreichtet.

Mit der Energie aus dem Kraftwerk in Tonk sollen 40.000 Haushalte mit Strom versorgt werden können. Und hier wird wirklich nichts verschwendet: Die Asche aus der Verbrennung dient zur Herstellung von Ziegeln und als Dünger.