Aber witterungsabhängig

Stromerzeugung aus Wasserkraft stieg auch 2004

Nach vorläufigen Berechungen des Statistischen Bundesamtes wurden in Deutschland im letzten Jahr 27 Terawattstunden Strom aus Wasserkraft erzeugt. Die Stromerzeugung aus Wasserkraft stieg damit von 19,2 Terawattstunden im Jahr 1991 um 40,6 Prozent, im Vergleich zu 2003 waren eszwölf Prozent mehr.

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Wiesbaden (ddp/sm) - Die deutsche Stromerzeugung aus Wasserkraft steigt. Sie hängt jedoch von den natürlichen Gegebenheiten ab, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Nach vorläufigen Berechungen wurden so im Vorjahr 27 Milliarden Kilowattstunden oder 27 Terawattstunden Strom aus Wasserkraft erzeugt. Das seien knapp 41 Prozent mehr als 1991. Gegenüber 2003 habe die Erzeugung um 12 Prozent zugelegt.

Der bisher höchste Wert aus Wasserstrom wurde den Angaben zufolge im Jahr 2000 erreicht. Wegen des damals sehr günstigen Wasserangebotes kam die Stromerzeugung aus diesem natürlichen Energieträger auf 29,4 Terawattstunden. Der Anteil von Wasserkraft-Strom an der gesamten deutschen Bruttostrommenge betrug einschließlich Einspeisungen im Vorjahr 4,5 Prozent. 1991 hatte er sich auf 3,6 Prozent belaufen.

Wasserkraft ist allerdings nicht in jedem Falle regenerative Energie. Bei Lauf- und Speicherkraftwerken wird die gesamte Stromerzeugung als regenerativ gezählt, bei Pumpspeicherkraftwerken hingegen muss in Umsetzung der europäischen Richtlinie 2001/77/EG zwischen einem natürlichen Zulauf im Oberbecken und einem künstlichen, also gepumpten Zulauf unterschieden werden. Nur der Strom, der in Pumpspeicherkraftwerken mit natürlichem Zufluss erzeugt wird, ist als erneuerbar anzusehen.