Strom-News
AtomausstiegDie Stadtwerke in der Rhein-Main-Region machen sich Sorgen: Für den Winter befürchten sie Engpässe in der Stromversorgung. Weil durch das Abschalten des Kernkraftwerks Biblis der dort produzierte Strom wegfällt, muss der Stromnetzbetreiber Amprion zusätzliche Windenergie aus dem Norden transportieren - dabei könnte es zu einer Überlastung der Leitungen kommen.
Offenbach (red) - Wie das Online-Portal der Offenbach-Post (op-online.de) berichtet, bereitet genau das den Chefs der örtlichen Stadtwerke Kopfzerbrechen.
Gerade wenn es stürmt, könnte das Mehr an Windstrom zu viel fürs Netz sein. Ein weiteres Problem sei die sogenannte Blindleistung, die im Stromnetz für den Transport gebraucht wird, ohne selbst verbraucht zu werden. Auch hier könnte es durch den Wegfall von Biblis zu Engpässen kommen, vor allem im Großraum Frankfurt. Um dann ein stabiles Netz zu gewährleisten, könnte es sein, dass die Energieversorgung Offenbach (EVO) die Leistung sogar herunterfahren muss.
Stadtwerke und EVO seien dabei, einen Notfallplan zu entwickeln, so die op. Dieser sieht vor, im Wechsel verschiedene Gebiete für maximal 90 Minuten vom Stromnetz zu nehmen. Die Kappung der Stromversorgung würde beispielsweise dienstags zwischen 19.30 Uhr und 21 Uhr Mühlheim treffen, von 22.30 Uhr bis Mitternacht Langen.
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Die tschechischen Stromnetze müssen derzeit viel aushalten: Durch den deutschen Atomausstieg fließt eine große Menge an Ökostrom durch die Netze, die nicht auf diese schwankende Belastung ausgelegt sind. Nach Polen klagt jetzt also ein weiteres Nachbarland über die Probleme mit der deutschen Energiewende.
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