Studie

Strombrokering via Internet steckt noch in den Kinderschuhen

Wie der Energiedienstleister Scherbeck Energy herausgefunden hat, sind Stromanbieter noch nicht bereit, Einzelhandelsgeschäfte über das Internet abzuwickeln. Das Unternehmen empfiehlt den Platformen einen besseren Service.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Der Hürther Energie-Dienstleister SE Scherbeck Energy hat in einer Studie von neun Stromhandelsplattformen für Endkunden im Internet eine Handelsaktivität mit einem Anteil von weniger als ein Prozent des gesamten deutschen Stromabsatzes festgestellt. "Stromanbieter sind einfach noch nicht bereit, ihre Einzelhandelsgeschäfte über das Internet abzuwickeln", begründet Oliver Lerp, Berater bei SE, die geringen Aktivitäten.

Hinzu kommt, dass potentielle Kunden von den Plattformanbietern nur spärlich Auskünfte über Preise, Vermittlungsverträge, Transaktionsvolumen und teilnehmende Unternehmen bekommen. "Die Plattformanbieter wollen vermeiden, ihre potentiellen Kunden und Konkurrenzunternehmen über die geringe Liquidität und das niedrige Transaktionsvolumen zu informieren", vermutet Lerp. "Doch eine unzureichende Informationspolitik schreckt potentielle Kunden ab." Um weiterhin am Markt bestehen zu bleiben, müssen die Plattformanbieter deshalb einen besseren Service anbieten. Dazu zählt eine umfangreichere Informationspolitik, ein freier Testzugang oder kurze Nutzungsverträge. Auch die Möglichkeit, Kundenanfragen per Fax zu schicken, die dann die Plattformanbieter an die Energielieferanten weiterleiten, würde ein Plus an Service bedeuten. Gute Chancen haben zudem Plattformenanbieter, die noch in anderen Geschäftsbereichen aktiv sind und damit Defizite ihrer Internetplattform ausgleichen können oder die eine engagierte Marketingpolitik verbunden mit attraktiven Nutzungsbedingungen betreiben.

Weitere Informationen unter www.scherbeck-energy.com.