Strommarkt Deutschland

Strombranche setzt weiter auf Energiemix mit Atomstrom

Die Stromerzeugung aus Kraftwerken der Stromversorger stieg 2004 um knapp ein Prozent auf 529 Milliarden Kilowattstunden. Dabei waren Kohle und Kernenergie die wichtigsten Energieträger: Der Anteil von Braunkohle betrug 27 Prozent. Kernenergie stellte unverändert 30 Prozent der Produktion, heißt es in einer neuen Broschüre.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Die deutsche Stromwirtschaft setzt weiter auf einen Energiemix mit Erzeugung aus Kernkraft. Kohle und Kernenergie seien die wichtigsten Energieträger, unterstrich der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) am Montag in Berlin. Kernenergie stelle unverändert 30 Prozent der Produktion, betonte VDEW-Chef Eberhard Meller bei der Vorstellung einer neuen Broschüre "Strommarkt Deutschland - Frühjahr 2005".

Der Anteil von Braunkohle an der Energieerzeugung habe im vorigen Jahr 27 Prozent betragen, einen Prozentpunkt weniger als 2003. Aus Steinkohle stammten knapp 22 Prozent nach 24 Prozent ein Jahr zuvor. "Die Vielfalt im Energiemix der deutschen Stromwirtschaft senkt Versorgungs- und Preisrisiken", sagte VDEW-Hauptgeschäftsführer Eberhard Meller. Damit blieben den Kunden "extreme Preisaufschläge" erspart.

Der Anteil erneuerbarer Energien kletterte nach Verbandsangaben im vorigen Jahr von neun auf zehn Prozent. Erdgas steuerte acht Prozent bei, ein Prozentpunkt mehr als im Vorjahr. Aus Heizöl, Pumpspeichern und sonstigen Energieträgern stammten drei Prozent der Netto-Stromerzeugung. Diese stieg 2004 um knapp ein Prozent auf insgesamt 529 Milliarden Kilowattstunden.