Beschlüsse

Strombörse EEX will Handel transparenter gestalten

Das Informationsangebot der Börse soll marktnäher und transparenter werden, hat der Börsenrat beschlossen. Dafür soll ein "umfassendes Maßnahmenpaket" sorgen. Die Vorbereitungen zur Einführung des Gashandels liefen indes auf vollen Touren.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Leipzig/Mailand (red) - Der Börsenrat der European Energy Exchange (EEX) hat in seiner regulären Sitzung am 23. März 2007 in Mailand die Schrittmacherrolle der EEX für einen wettbewerblichen europäischen Energiehandelsmarkt bekräftigt. Um das Vertrauen der Marktteilnehmer in den Leipziger Handelsplatz zu stärken, sei die EEX bestrebt, ihr Angebot an Informationen über den Stromhandel und die Regeln des Handelns auszubauen und zu verbessern.

Daher hat der Börsenrat den von der Geschäftsführung vorgeschlagenen Verbesserungen des Auktionsverfahrens im Spothandel zugestimmt. Die Börsengeschäftsführung kann nun auch unterhalb des oberen Preislimits zu einer zweiten Auktion aufrufen, wenn der Preis einer Stunde gegenüber den übrigen Stunden des Liefertages erheblich abweicht.

Ferner wird die Börse in Zukunft auch negative Preise notieren können, bei denen der Käufer Geld für die Stromabnahme erhält. Darüber hinaus werden die Gebotskurven der Einzelstundenauktionen bereits am Morgen des auf die Auktion folgenden Börsentages veröffentlicht. Bisher wurden die Gebotskurven erst am Nachmittag veröffentlicht.

Der Börsenrat bewilligte außerdem die Einführung des börslichen Gashandels in den Marktgebieten BEB und E.ON Gastransport und beschloss die erforderlichen Regelwerkänderungen. Es sollen handelbare Produkte von zwei Tagen bis hin zu sechs Jahren im Voraus angeboten werden. Die Liquidität soll über sogenannte Market Maker abgesichert sein.