Kooperation

Strombetriebene Fahrzeuge sollen massentauglich werden

Zur Entwicklung von Elektroautos haben 15 Konzerne verschiedener Branchen eine gemeinsame Initiative gestartet. Daran beteiligt sind neben der Energiewirtschaft auch Autohersteller, Tankstellenbetreiber und Batteriehersteller.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (afp/red) - Das Projekt namens Elan (Elektrofahrzeuge intelligent am Netz) solle dem Elektroauto den Weg zum Massenmarkt ebnen, erklärte am Mittwoch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Es vereine alle für die Entwicklung wichtigen Branchen: die Energiewirtschaft mit RWE, Eon, Vattenfall und EnBW, Autohersteller wie Daimler, VW, Renault und Toyota sowie Batteriehersteller und Tankstellenbetreiber. Die Initiative sei für weitere Mitglieder offen, sagte ein BDEW-Sprecher.

Bis Jahresende sollen zunächst drei Studien zeigen, welche Voraussetzungen für den Aufbau einer wirtschaftlichen, sicheren und großflächigen Versorgungsstruktur für Elektroautos nötig sind, wie der BDEW erklärte. Die Studien sollten die Anforderungen an die verschiedenen Branchen klären.

Elan "ergänzt" laut dem BDEW-Sprecher andere Initiativen zur Entwicklung von Elektroautos. Im April hatten sich führende Autobauer und Energiekonzerne auf einen europaweit einheitlichen Stecker zum Laden der strombetriebenen Fahrzeuge geeinigt.

Die Autoindustrie setzt große Erwartungen an das Elektroauto als klimafreundliche Energie. Umweltschützer kritisieren dagegen, Elektroautos seien ähnlich umweltschädlich wie herkömmliche Autos. Die Emissionen entstünden bei der Stromherstellung statt bei der Verbrennung im Motor.