Halbjahresbilanz

Stromaustausch: Deutschland bleibt wichtige Drehscheibe

Knapp 57 Milliarden Kilowattstunden Strom flossen im ersten Halbjahr 2006 über Deutschlands Kuppelstellen ins In- und Ausland. Damit bleibt Deutschland laut VDN wichtigstes Transitland. Die Exporte stiegen dabei im Vergleich zum Vorjahr um knapp fünf Prozent, die Importe sanken um 13 Prozent.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (red) - Deutschland bleibt laut Informationen des Verbandes der Netzbetreiber (VDN) wichtigstes Transit-Land und Drehscheibe im europäischen Strommarkt: Die Importe betrugen im ersten Halbjahr 2006 nach vorläufigen Berechnungen insgesamt 22,3 Milliarden Kilowattstunden, die Exporte 34,5 Milliarden Kilowattstunden. Damit weist die Halbjahresbilanz 2006 einen Exportüberschuss von 12,2 Milliarden Kilowattstunden aus.

Die Exporte sind laut VDN gegenüber dem ersten Halbjahr 2005 um knapp fünf Prozent angestiegen, die Importe verringerten sich um 13 Prozent. Das Austauschvolumen (Importe plus Exporte) erreichte mit 56,8 Milliarden Kilowattstunden im ersten Halbjahr 2006 fast das Niveau des vergleichbaren Vorjahreszeitraums (58,6 Milliarden Kilowattstunden). Das ist ungefähr die Gesamtmenge an Strom, die pro Jahr in Österreich oder der Schweiz verbraucht wird.

Die physikalischen Stromflüsse über Deutschlands Grenzen wurden dabei an den Kuppelstellen gemessen. Einen erheblichen Anteil daran haben Transite durch Deutschland. In der europäischen Netzbetreibervereinigung UCTE sind inzwischen 34 Übertragungsnetzbetreiber aus 23 europäischen Staaten miteinander verbunden. Zu Beginn der 90er wurden zwischen den Ländern der UCTE-Mitglieder knapp 110 Terawattstunden Strom pro Jahr physikalisch ausgetauscht. Inzwischen hat sich dieser Wert auf etwa 300 Terawattstunden nahezu verdreifacht.

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