Strom-Drehscheibe

Stromaußenhandel 2003: Deutschland Transitland

Deutschland ist Drehscheibe im europäischen Strommarkt: Knapp die Hälfte (20,2 Milliarden Kilowattstunden) der deutschen Stromeinfuhren (2002: 18,8 Milliarden) kamen 2003 aus Frankreich. Dieser Strom wurde in großen Teilen im Transit in die Niederlande sowie über die Schweiz und Österreich nach Italien geliefert. Das meldet der VDEW.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (red) - Deutschland ist Drehscheibe im europäischen Strommarkt: Knapp die Hälfte (20,2 Milliarden Kilowattstunden) der deutschen Stromeinfuhren (2002: 18,8 Milliarden) kamen 2003 aus Frankreich. Dieser Strom wurde in großen Teilen im Transit in die Niederlande sowie über die Schweiz und Österreich nach Italien geliefert. Das meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin.

An zweiter Stelle folgten die Lieferungen aus Osteuropa: Über die tschechische Grenze flossen 12,9 (2002: 10,6) Milliarden Kilowattstunden nach Deutschland, ermittelte der Verband der Netzbetreiber (VDN). Dahinter folgte Dänemark mit 3,9 (5,0) Milliarden Kilowattstunden.

Die deutsche Außenhandelsbilanz zeigt den aktuellen VDEW-Zahlen zufolge einen Exportüberschuss von acht (0,7) Milliarden Kilowattstunden. Dieser Saldo hat etwa ein Prozent der deutschen Stromerzeugung ausgemacht und liegt laut VDEW damit innerhalb der üblichen Schwankungsbreite. Insgesamt habe 2003 das deutsche Stromhandelsvolumen - die Summe von Export und Import - etwa 18 Prozent der Erzeugung in Deutschland betragen.

Von den deutschen Exporten gingen 2003 knapp 28 Prozent (15 Milliarden Kilowattstunden) in die Niederlande, ermittelten die Netzbetreiber. Österreich und die Schweiz seien weitere wichtige Partner bei den Stromausfuhren gewesen. In die Schweiz seien 13,3 und nach Österreich 9,9 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Deutschland geliefert worden.

Strom erzeugt worden. Daher seien die deutschen Exporte nach Schweden mit Milliarden Kilowattstunden fast doppelt so hoch wie im Vorjahr gewesen. Die Importe aus Schweden seien mit 0,6 Milliarden Kilowattstunden um ein Viertel zurückgegangen.