Wie 2009

Stromausfall-Quote seit Atomausstieg nicht gestiegen

Strom- und Gaskunden in Deutschland müssen aktuell keine längeren Versorgungsausfälle befürchten. Die Zuverlässigkeit der Netze sei weiterhin hoch, sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, am Donnerstag in Bonn. Die durchschnittlichen Ausfallwerte sind so niedrig wie im Vorjahr.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Bonn (dapd/red) - Im vergangenen Jahr sei jeder angeschlossene Letztverbraucher im Schnitt 14 Minuten und 56 Sekunden ohne Strom gewesen. Im Gasnetz habe der durchschnittliche Versorgungsausfall 1 Minute und 15 Sekunden betragen. Diese Werte lägen auf dem Niveau von 2009.

Kurth mahnt Tempo beim Netzausbau an

Dies sei "nach wie vor Spitze und muss auch in Zukunft gehalten werden", sagte Kurth. Bei den Elektrizitätsnetzen werde dies "auf Dauer nur gelingen, wenn der Netzausbau mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien Schritt hält", sagte Kurth.

Im europäischen Vergleich niedrige Quote

Der Monitoring-Bericht von 2009 hatte auch eine sehr niedrige Stromausfall Quote gezeigt, knapp 15 Minuten. Dieser Wert ist im europäischen Vergleich sehr niedrig und bedeutete eine Verbesserung gegenüber den Vorjahren.