Belgien und Frankreich

Stromausfall legte 240.000 Haushalte lahm

240.000 Haushalte im Norden Frankreichs sowie im Westen Belgiens mussten am Montag ohne Strom auskommen. Ausgelöst wurde der Stromausfall durch starken Schneefall, der das Hochspannungsnetz beschädigte. Auch das Verkehrsnetz wurde lahmgelegt: Der Flughafen und der Bahnhof von Lille sowie die Autobahn A 17 mussten vorübergehend geschlossen werden.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Lille/Brüssel (afp/red) - Aufgrund von starkem Schneefall ist am Montag in Nordfrankreich der Flughafen von Lille zeitweise geschlossen worden und 140.000 Haushalte mussten ohne Strom auskommen. Der Stromausfall betraf am Nachmittag die Region Nord/Pas-de-Calais, wie der Stromnetzbetreiber ERDF mitteilte. In der Region von Tournai im Westen Belgiens waren nach Angaben des Betreibers Elia 100.000 Haushalte betroffen.

Ursache und Auswirkungen der Stromausfälle

Hauptursache für die Stromausfälle in Frankreich und Belgien waren Schäden im Hochspannungsnetz. Am Flughafen von Lille-Lesquin fiel nach Angaben der Flughafenleitung rund ein dutzend Flüge aus. Der Flughafen sollte am Abend aber wieder geöffnet werden.

Unterdessen konnten TGV-Hochgeschwindigkeitszüge wegen eines Oberleitungsschadens den Bahnhof von Lille weder verlassen noch anfahren. Ein Stromkabel sei unter dem Gewicht des schweren Schnees auf eine Oberleitung in der Nähe von Lille gefallen, teilte die Bahnverwaltung mit.

In Belgien wurden nach Elia-Angaben drei Hochspannungsmasten beschädigt. Stromkabel fielen demnach auf die Autobahn A 17 (Gent-Lille), die zunächst bis etwa 21.30 Uhr für den Verkehr geschlossen wurde.