Verzögerungen bei Arbeitslosengeld II

Stromausfall im Rechenzentrum der Bundesagentur für Arbeit

In einem zentralen Rechenzentrumstandort der Bundesagentur für Arbeit ist es gestern zu einem Schmorbrand gekommen, der die Erfassung der Anträge auf Arbeitslosengeld II beeinträchtigt hat. Um die Verzögerungen aufzuholen sind die Betriebszeiten des Computersystems nun erweitert worden.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Nürnberg (ddp/sm) - Bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) ist es gestern in einem zentralen Rechenzentrumsstandort zu einem Schmorbrand gekommen. Dies habe zu Unterbrechungen im allgemeinen IT-Betrieb sowie der Datenerfassung für das künftige Arbeitslosengeld II geführt, teilte die Behörde mit.

Von der zweistündigen Störung seien sowohl die Agenturen für Arbeit als auch die kommunalen Träger betroffen gewesen. Über ein zweites Rechenzentrum hätten danach die Kommunen und zunächst die Hälfte der Agenturen die Software für das Arbeitslosengeld II wieder nutzen können, später habe das System wieder bundesweit zur Verfügung gestanden.

Wie die BA weiter berichtet, beeinträchtige zudem ein technisches Problem die Erfassung der Anträge auf Arbeitslosengeld II. In der Nacht zu Dienstag sei eine Lösung in das System eingespielt worden, die am Dienstagvormittag Verbesserungen gebracht habe. Die BA gehe davon aus, dass sich die Verfügbarkeit des Systems in den kommenden Tagen aufgrund dieser Lösung weiter stabilisieren wird.

Mittlerweile sind den Angaben zufolge mehr als eine Million Anträge erfasst. Bei den Agenturen für Arbeit seien bis zum Ende der vergangenen Woche 84 Prozent der rund 2,5 Millionen verschickten Anträge vollständig abgegeben worden. Um eventuelle Verzögerungen aufholen zu können, seien die Betriebszeiten des Computersystems um mehr als zwei Stunden auf mehr als 14 Stunden täglich erweitert worden.