Bessere Einkaufspreise

Stromanbieter geben günstige Strompreise nicht weiter

Auch wenn sich die Strompreise im Großhandel an der Leipziger Strombörse EEX im letzten Jahr halbiert haben, zahlen private Haushalte etwa 5,8 Prozent mehr für Strom als im Vorjahr. Stromversorger hätten die günstigen Einkaufspreise nur an Firmen weitergegeben, wie eine aktuelle Auswertung zeigt.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (afp/red) - Von sinkenden Strompreisen an der Strombörse EEX haben einer Untersuchung zufolge zuletzt nur Firmen profitiert. Während die Strompreise für Sondervertragskunden laut Statistischem Bundesamt um 8,5 Prozent gesunken seien, müssten Haushalte rund 5,8 Prozent mehr für Strom zahlen.

Laut "Bild-Zeitung" zahlte ein Vier-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 4000 Kilowattstunden ausgehend von den Preisen im Oktober im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich 51 Euro mehr pro Jahr. Laut Verivox haben sich die Großhandelspreise an der Leipziger Strombörse EEX im Lauf des vergangenen Jahres halbiert.

Keine sinkenden Strompreise für Haushalte?

Eine Sprecherin von Verivox erklärt die gesunkenen Strompreise für Großkunden damit, dass die Einkäufer großer Unternehmen sehr schnell auf niedrigere Preise reagierten und sich die günstigsten Konditionen sicherten. Private Verbraucher könnten auch von niedrigeren Preisen profitieren, indem sie zu günstigen Wettbewerben wechselten. Allerdings blieben immer noch 58 Prozent der Deutschen ihrem angestammten und oft relativ teuren Versorger treu.

Mit einem Anbieterwechsel können Verbraucher oft kräftig sparen, dieser ist einfach und risikolos. Für den Stromvergleich müssen Sie lediglich ihre Postleitzahl und Ihren Jahresverbrauch an Strom eingeben, schon zeigt unser Tarifrechner die günstigsten Stromtarife an.