Strom vom Dom

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com
"Niemals zuvor waren für Kirchengemeinden die Bedingungen der Förderung einer Solaranlage so günstig wie heute", sagt Thomas Saure, Solarexperte bei der Energieagentur NRW. Durch die kürzlich erst möglich gewordene Kombination von Mitteln der Bundesstiftung und des Landes NRW hat sich der Eigenanteil des Betreibers einer kircheneigenen Solaranlage auf 30 Prozent reduziert. Darüber hinaus schafft die neue Einspeisevergütung mit "himmlischen" 99 Pfennig pro erzeugter Kilowattstunde zusätzlich Anreize: Bei einer Leistungsgröße von 5 bis 10 kWp, rechne sich eine Photovoltaikanlage auf dem Kirchturm, dem Kirchenschiff oder auch dem Dach des Gemeindezentrums bereits vom ersten Betriebsjahr an.


Um die Nutzung der Sonnenenergie in den Gemeinden zu forcieren, hat die Deutsche Bundesstiftung Umwelt 1999 das Förderprogramm "300 Kirchengemeinden für Solarenergie" aufgelegt. Mit insgesamt 10 Millionen Mark fördert die DBU photovoltaische und solarthermische Anlagen mit 50 Prozent für die Anlagentechnik und 75 Prozent für die Visualisierung und begleitende Maßnahmen bis zur Maximalfördersumme von 70 000 Mark für die einzelne Gemeinde. Dieses Angebot haben bislang gut 50 Gemeinden in Anspruch genommen. Durch die gerichtliche Aufhebung des Kumulierungsverbots von DBU-Mitteln und Landesmitteln aus dem REN-Breitenförderprogramm ist der Eigenanteil des Betreibers einer Solaranlage auf mindestens 30 Prozent festgelegt worden. "Viele Gründe, um die himmlischen, kostenlosen Energien auszunutzen", so Saure.


Für alle, die über die sinnvolle Nutzung von Energie in ihrer Gemeinde mehr wissen wollen, hat die Energieagentur NRW einen neuen Leitfaden herausgebracht: "Energiesparen in Kirchengemeinden". Die Broschüre ist unentgeltlich erhältlich bei der Energieagentur NRW, REN Impuls-Programm RAVEL NRW, Morianstraße 32, 42103 Wuppertal, Fon: 0202/2455227.