Neue Anlage im Bau

Strom und Wärme aus minderwertiger Biomasse

Der Bioenergieanlagen-Hersteller bioenergy systems GmbH aus Artern investiert 1,2 Millionen Euro in den Ausbau der Produktion von Feststoffvergasern. Darin soll Strom und Heizwärme aus minderwertiger Biomasse produziert werden, dies sei günstiger als die Produktion aus fossilen Brennstoffen. Das Land Thüringen unterstützt das Vorhaben mit 300.000 Euro.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Artern (ddp-lth/sm) - Thürigens Wirtschaftsstaatssekretär Christian Juckenack (CDU) betonte bei der Übergabe des Fördermittelbescheids, Ziel sei es, das Land zu einem führenden Standort für die neuen Energietechnologien zu entwickeln. Dabei räumte er der Biomassenutzung neben der Solarenergie große Bedeutung ein.

bioenergy systems stellt eigenen Angaben zufolge Anlagen her, mit denen Strom und Heizwärme auch aus minderwertiger Biomasse und ohne Geruchsbelästigung mitten in Wohngebieten und Dörfern erzeugt werden kann. Lokale Verbraucher erhielten dadurch Heizwärme zu Preisen, die langfristig um rund 20 Prozent niedriger lägen als bei Wärmeerzeugung aus fossilen Brennstoffen. Der gewonnene Strom werde in das Netz eingespeist.

Der Prototyp der Anlage sei zusammen mit der Universität Halle-Wittenberg als Wissenschaftspartner getestet und anschließend eine Kleinserie produziert worden. In Göhren (Altenburger Land) gehe in den nächsten Tagen ein Kraftwerk der neuen Generation in Betrieb. Am Produktionsstandort Artern seien in Vorbereitung der Produktionsausweitung bereits 13 neue Arbeitsplätze entstanden.