szmtag
24.07.2008, 12:34 Uhr

Strom-News

Neue Anlage im Bau

Strom und Wärme aus minderwertiger Biomasse

Der Bioenergieanlagen-Hersteller bioenergy systems GmbH aus Artern investiert 1,2 Millionen Euro in den Ausbau der Produktion von Feststoffvergasern. Darin soll Strom und Heizwärme aus minderwertiger Biomasse produziert werden, dies sei günstiger als die Produktion aus fossilen Brennstoffen. Das Land Thüringen unterstützt das Vorhaben mit 300.000 Euro.

Artern (ddp-lth/sm) - Thürigens Wirtschaftsstaatssekretär Christian Juckenack (CDU) betonte bei der Übergabe des Fördermittelbescheids, Ziel sei es, das Land zu einem führenden Standort für die neuen Energietechnologien zu entwickeln. Dabei räumte er der Biomassenutzung neben der Solarenergie große Bedeutung ein.

bioenergy systems stellt eigenen Angaben zufolge Anlagen her, mit denen Strom und Heizwärme auch aus minderwertiger Biomasse und ohne Geruchsbelästigung mitten in Wohngebieten und Dörfern erzeugt werden kann. Lokale Verbraucher erhielten dadurch Heizwärme zu Preisen, die langfristig um rund 20 Prozent niedriger lägen als bei Wärmeerzeugung aus fossilen Brennstoffen. Der gewonnene Strom werde in das Netz eingespeist.

Der Prototyp der Anlage sei zusammen mit der Universität Halle-Wittenberg als Wissenschaftspartner getestet und anschließend eine Kleinserie produziert worden. In Göhren (Altenburger Land) gehe in den nächsten Tagen ein Kraftwerk der neuen Generation in Betrieb. Am Produktionsstandort Artern seien in Vorbereitung der Produktionsausweitung bereits 13 neue Arbeitsplätze entstanden.

© 2001-2012 strom-magazin.de

Diesen Artikel empfehlen

Der Newsletter von Strom-Magazin.de

Ähnliche Nachrichten zur News "

Strom und Wärme aus minderwertiger Biomasse

"
  • Steigende Strompreise erhöhen Wechselbereitschaft
    Geld Der spürbare Anstieg der Strompreise und die prognostizierten weiteren drastischen Preissteigerungen in den kommenden Jahren haben die Wechselbereitschaft der Deutschen erhöht. Einer aktuellen Umfrage zufolge denkt fast jeder zweite private Stromkunde zumindest gelegentlich über einen Wechsel des Energieversorgers nach.
  • Solar-Unternehmen kann starke Nachfrage kaum bedienen
    Solarenergie Die steigenden Öl- und Gaspreise bescheren der Solarbranche Wachstumsraten, von denen andere Wirtschaftszweige nur träumen können. Eine Steigerung von 60 bis 70 Prozent bei den Sonnenkollektoren verzeichnet das Solartechnik-Unternehmen Wagner & Co aus Cölbe bei Marburg, einer der führenden Hersteller von solarthermischen Anlagen.
  • Energiesparen: Bundespräsidialamt geht mit gutem Beispiel voran
    Solarzellen Unter allen Bundesgebäuden ist das Bundespräsidialamt in Sachen Wärmeschutz und Energieeffizienz das Beste. Das Gebäudes neben Schloss Bellevue unterschreite die Vorgaben der Energiesparverordnung um 75 Prozent. Ebenfalls vorbildlich seien die Gebäude des Bundesbau- und Verkehrsministeriums.
  • Gore: In zehn Jahren nur noch Ökostrom in USA
    Weltkugel In zehn Jahren könne die komplette Stromversorgung der USA auf erneuerbare Energien umgestellt werden, meint der frühere Vizepräsidenten und Friedensnobelpreisträgers Al Gore. Das Ziel sei "erreichbar und bezahlbar", sagte er letzte Woche in einer Rede mit Blick auf die weltweit steigenden Kosten für fossile Brennstoffe.
  • Baden-Würrtemberg: Hälfte des Stroms aus Kernenergie
    Leitung In Baden-Würrtemberg wurden im ersten Quartal 2008 16,9 Milliarden Kilowattstunden und damit 4,8 Prozent weniger Strom als im Vorjahresquartal erzeugt. Energiequelle Nummer eins war dabei Atomenergie, etwa 56 Prozent des Stroms wurden aus Kernkraftwerken, weitere 28 Prozent aus Steinkohle und 5 Prozent aus Erdgas gewonnen.
Strompreise
Strom-Infos
Strom kündigen
Ratgeber und Infos
?>