Preisindex

Strom- und Gaskunden werden kaum entlastet

Verbraucher werden wohl 2015 kaum entlastet, was die Energiepreise betrifft. Dem Preisindex des Verbraucherportals Verivox zufolge sinken die Strom- und Gaspreise im Januar nur leicht. Gleichzeitig hat es im Jahresverlauf 2014 einige Preiserhöhungen gegeben - insgesamt ein "Nullsummenspiel" für die Verbraucher.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Heidelberg (red) - Die Energiepreise für Verbraucher haben sich im Jahresvergleich kaum verändert. Der Strompreis ist um 0,4 Prozent gesunken, Gas hat sich um 1,3 Prozent verbilligt. Trotz Preissenkungen im Januar 2015 bleibt eine spürbare Entlastung bislang aus. Das hat eine Auswertung des unabhängigen Verbraucherportals Verivox ergeben.

Strom wird geringfügig günstiger

Gemäß Verivox-Verbraucherpreisindex Strom werden im Januar 2015 für 4.000 kWh durchschnittlich 1.128 Euro fällig, was einem Kilowattstundenpreis von 28,20 Cent/kWh entspricht. Im Januar 2014 lag der Wert bei 1.133 Euro oder einem Kilowattstundenpreis von 28,31 Cent/kWh. Damit wird Strom binnen Jahresfrist geringfügig um 0,4 Prozent günstiger. Ein Haushalt spart durchschnittlich fünf Euro pro Jahr.

"Von einer wirklichen Entlastung kann keine Rede sein", sagt Jan Lengerke, Mitglied der Geschäftsleitung bei Verivox. "Die Preissenkungen zum Jahreswechsel 2015 gleichen größtenteils lediglich die Preiserhöhungen im Jahresverlauf 2014 aus. Im Ergebnis ist das quasi ein Nullsummenspiel für die Verbraucher." In den letzten zwölf Monaten haben 343 Versorger ihre Preise um durchschnittlich 2,4 Prozent gesenkt, gleichzeitig haben 141 Versorger ihre Preise um im Schnitt 3,8 Prozent angehoben.

Gaspreise im Jahresvergleich leicht gesunken

Über den durchschnittlichen Gaspreis in Deutschland gibt der Verivox-Verbraucherpreisindex Gas Auskunft. Dieser Index berücksichtigt nicht nur die Preise der örtlichen Grundversorger, sondern auch die Tarife der überregionalen Gasanbieter. Im Januar 2014 weist der Index für die Abnahme von 20.000 Kilowattstunden Erdgas einen Preis von 1.309 Euro aus. Ein Jahr später liegt der Preis für die gleiche Abnahmemenge bei 1.292 Euro, was einer Gaspreissenkung von 1,3 Prozent entspricht.

"Die für Europa wichtigste Rohölsorte Brent hat seit Jahresbeginn um 45 Prozent nachgegeben. Während Benzin und Heizöl dieser Entwicklung folgen, bewegt sich der Gaspreis kaum von der Stelle. Es zeigt sich immer deutlicher, wie sehr sich die Ölpreisbindung in den vergangenen Jahren abgeschwächt hat", erklärt Lengerke.

Mit Anbieterwechsel Nebenkosten senken

Durch einen Anbieterwechsel können Verbraucher die Haushaltskasse entlasten. Wer noch nie gewechselt hat, kann bei Strom durchschnittlich rund 330 Euro und bei Gas rund 460 Euro einsparen, so die Angaben von Verivox. Ganz leicht geht der Vergleich mit unserem Stromrechner und dem Gasrechner.