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Strom sparen: Straßenbeleuchtung nur auf Anruf

Die Gemeinde Groß Pankow in Brandenburg will die Stromkosten für die Straßenbeleuchtung senken. Die Straßenlampen werden nachts abgestellt und nur per Anruf für eine kurze Dauer mit Strom versorgt. Mehrere Gemeinden testen solche Techniken, um Stromkosten zu sparen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Groß Pankow (sm) – In Groß Pankow, einer Gemeinde in Prignitz, Brandenburg, sollen die Straßenlaternen zwischen 23 und 5 Uhr nur noch auf Anfrage leuchten. Der Anwohner muss eine festgelegte Nummer anrufen, um die Straßenlaternen in einem Ortsteil zum Leuchten zu bringen. Die Straßenlaternen sollen dann für eine bestimmte Dauer mit Strom versorgt werden.

Gemeinden wollen Stromkosten sparen

Mit diesem Verfahren ist die brandenburgische Gemeinde nicht alleine. Immer mehr Kommunen probieren die Technik für sich aus. Durch das Einschalten der Beleuchtung ausschließlich nach Bedarf sollen Stromkosten eingespart werden.

Das Verfahren läuft meist über eine kostenlose Registrierung der Bürger, damit die Anrufe zurückverfolgt werden können, um Missbrauch zu vermeiden. Bei den Gemeinden wird es unterschiedlich behandelt, ob der Anrufer zur Kasse gebeten wird oder nicht. Es kann sein, dass der Anrufende den Anruf beziehungsweise SMS oder Stromkosten übernehmen muss.

Fast 20.000 Euro Einsparpotenzial

Die Gemeinde Groß Pankow könnte sogar rund ein Viertel ihrer jährlichen Stromkosten sparen. Das wären umgerechnet jährliche Einsparungen bis zu 18.750 Euro. Die Installation der neuen Technik soll dagegen 600 bis 700 Euro pro Ortsteil kosten. Eine Entscheidung soll diesen Donnerstag fallen.

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