Stromverbrauch

Strom sparen durch neue Software

Eine neu entwickelte Software hilft US-Bürgern ihren Stromverbrauch zu senken. Dafür werden die jeweils eigenen Stromdaten analysiert und mit denen der Nachbarschaft verglichen. Mittels der Vergleichsdaten gibt es dann Tipps, wie und wo man Strom sparen kann.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

München (red) - Eine böse Überraschung erleben viele, wenn die jährliche Stromrechnung kommt. Woran das liegen könnte, ob man noch im Durchschnitt liegt und vor allem, wie man seine Stromrechnung senken könnte, erfährt man meistens jedoch nicht. In den USA haben Bürger jetzt die Möglichkeit, das festzustellen und zwar mittels einer neu entwickelten Software. Wie cnet berichtet, operiert diese in Kombination mit einem intelligenten Stromzähler, dem sogenannten Smart Meter. Mit diesem kann der Stromverbrauch aller Geräte im Haus einzeln gemessen werden.

Wo verstecken sich Stromfresser?

Die Software vergleicht dann die Daten des eigenen Stromverbrauchs mit denen der jeweiligen Region. Dabei wird analysiert, welche Geräte im Haus besonders viel verbrauchen und ob der Verbrauch über dem Durchschnitt liegt. Anhand solcher Vergleichsdaten ermittelt die Software dann, wie und wo gespart werden könnte und wo sich Stromfresser verstecken. So erfährt der Kunde, ob er ein bestimmtes Gerät, wie Klimanlage oder Heizung, zu bestimmten Zeiten abstellen sollte oder ob sogar der Neukauf eines stromsparenderen Geräts ratsam wäre. Gleichzeitig errechnet das Programm, wie viel Geld man beim Umsetzen der vorgeschlagenen Maßnahmen sparen würde.

Bedenken wegen des Datenschutzes in Deutschland

Das Entwickler-Unternehmen Opower wirbt für seine Software mit der Begründung, dass die Daten nicht bloß einfach erfasst würden, sondern der Kunde eine direkte Hilfestellung bekäme und gleichzeitig zum Stromsparen ermuntert würde. Laut dem Konzern hätten Nutzer der Software ihren Stromverbrauch tatsächlich gesenkt. In den USA will ein Energieversorger aus dem Bundesstaat Illinois die Software demnächst bei über 100.000 Kunden einsetzen. In Deutschland hingegen gibt es derzeit noch datenschutzrechtlliche Bedenken, die mit der Auswertung und Nutzung der Daten, die die Smart Meter liefern, zusammenhängen.