Stromnetz

Strom-Reserve für den Winter schon jetzt gesichert

Die nötigen Kraftwerks-Reserven, um den Strombedarf im Winter zu decken, sind schon jetzt gesichert, wie die Bundesnetzagentur mitteilt. Kraftwerke im In- und Ausland stellen sicher, dass keiner einen Black-out befürchten muss.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Bonn – Deutschlands Stromnetzbetreiber haben sich für den nächsten Winter 2016/2017 bereits jetzt die nötigen Reserven gesichert. Der Bedarf von rund 5.400 Megawatt sei durch Kraftwerke im In- und Ausland gedeckt, teilte die Bundesnetzagentur am Montag mit.

Wozu braucht es Reservekraftwerke?

Reservekraftwerke können im Winter vor allem wegen des noch unzureichenden Netzausbaus kurzfristig benötigt werden. Dann werden Anlagen vor einem Netzengpass absichtlich heruntergefahren, um eine Überlastung zu vermeiden. Hinter der Verengung wird danach schnell Reservekapazität gebraucht, die aus anderen Kraftwerken stammt.

Kein Mangel an Kapazitäten

Solche sogenannten Redispatche haben mit der Energiewende und der schwankenden Stromproduktion der erneuerbaren Energien stark zugenommen. Insgesamt gibt es aber auch im Winter keinen Mangel an Erzeugungskapazitäten. Die installierte Netto-Leistung zur Stromerzeugung in Deutschland liegt mit gut 185 Gigawatt (Stand 2015) bei mehr als dem Doppelten des maximalen Bedarfs.

Quelle: DPA