22.000 Kunden seit 1999

"Strom gegen Strom": Greenpeace energy wird fünf

Der Ökostrom-Anbieter Greenpeace energy feiert am Wochenende seinen fünften Geburtstag mit einem Kongress im Hauptgebäude der Universität Hamburg. Unter dem Motto "Strom gegen den Strom - Perspektiven einer sauberen Energiewirtschaft" diskutieren Experten aus Forschung, Wirtschaft und Verbänden die so genannte "Energiewende".

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Hamburg (red) - Die Weichenstellungen für eine "saubere" Energiewirtschaft diskutieren am kommenden Wochenende in Hamburg mehr als 250 Teilnehmer eines Kongresses des Stromversorgers Greenpeace energy eG. Anlässlich seines fünfjährigen Bestehens hat der bundesweite Anbieter von Ökostrom Experten aus Forschung, Wirtschaft und Verbänden eingeladen, um vor einem breiten Publikum Perspektiven einer Stromversorgung ohne Atomkraft und Kohle vorzustellen.

Thematische Schwerpunkte der Veranstaltung sind die Rolle der regenerativen Energien im Zusammenhang mit dem Arbeitsmarkt, die Liberalisierung des Strommarktes, die Zukunft der Kraft-Wärme-Kopplung, der Umbau der Stromnetze sowie Finanzierungsaspekte der so genannten "Energiewende".

Von der aktuellen Diskussion über die Regulierung der Stromnetze seien Ökostrom-Anbieter besonders betroffen, ist man sich bei Greenpeace energy sicher: "Hätten wir in Deutschland faire Wettbewerbsbedingungen, würde Ökostrom für den Endverbraucher nicht mehr kosten als herkömmliche Angebote", so Vorstandsmitglied Robert Werner. Vor diesem Hintergrund fordert Werner die Politik auf, "die Integration der regenerativen Anlagen in das Stromnetz auf die politische Tagesordnung zu setzen.

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Der Kongress steht unter dem Titel "Strom gegen den Strom - Perspektiven einer sauberen Energiewirtschaft" und findet am 15. und 16. Oktober im Hauptgebäude der Universität Hamburg statt. Die Genossenschaft mit derzeit über 11.000 Mitgliedern und 22.000 Kunden wurde am 28. Oktober 1999 gegründet.

Seit seiner Gründung am 28. Oktober 1999 hat sich Greenpeace energy zu einem Unternehmen weiterentwickelt, dass neben der Versorgung und dem Handel mit Ökostrom den Bau neuer regenerativer Anlagen als festes Geschäftsfeld etabliert hat. Aktuelles Projekt ist der Windpark Parndorf, der gerade im Bau ist. Ein 10 MW Wasserkraftwerk am Tidenwehr der Weser in Bremen befindet sich im Planfeststellungsverfahren und soll 2007 ans Netz. Derzeit setzt Greenpeace energy mit Partnern ein Investitionsvolumen von rund 35 Millionen Euro um. Um diese Investitionen zu bewältigen, bietet die Tochterfirma "Planet energy" seit September Genussrechte zur Beteiligung an.

Die Anmeldung zum Kongress ist unter www.greenpeace-energy.de möglich; dort ist auch das komplette Programm hinterlegt. Eine Teilnahme ist auch ohne Voranmeldung möglich.