Strom für die Industrie wird billiger - aber die Preisunterschiede nehmen zu

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com
Für die Industrie wird der Strom zwar günstiger, zugleich aber nehmen die Unterschiede zwischen dem günstigstem und dem teuerstem Anbieter zu. Zu diesem Ergebnis kommt der in Essen ansässige Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK), der einen durchschnittlichen Preis von 13,56 Pfennig pro Kilowattstunde für Industriekunden ermittelt hat (Stichtag: 1. Juli 1999, Preise exkl. Strom- und Mehrwertsteuer). Anfang des Jahres habe der Durchschnittspreis noch bei 14,17 Pfennig gelegen.


Bundesweit günstigster Anbieter ist augenblicklich die in Paderborn ansässige PESAG, die die Kilowattstunde für 10,56 Pfennig anbietet. Ihr folgen die Stadtwerke Düsseldorf mit 11,32 Pfennig/kWh und die HEAg aus Darmstadt mit 11,34 Pfennig/kWh.


Demgegenüber sind die Stadtwerke Kassel der teuerste Anbieter von Industriestrom - dort schlägt die Kilowattstunde Strom mit 16,14 Pfennigen zu Buche. Ebenso finden sich die KWL aus Laufenburg (15,35 Pfennig/kwh) sowie die Stadtwerke Leipzig (16 Pf/kWh) am teueren Ende des Vergleichs.


Habe der letzte Strompreis-Vergleich Anfang 1999 Jahr nur 3,54 Pfennig ausgemacht, so liegt die Differenz ein halbes Jahr später bei schon 5,6 Pfennig. Das Preisniveau in Ostdeutschland liegt deutlich höher als das in Westdeutschland: Günstigster Anbieter in den "neuen Ländern" ist die EVM AG (Magdeburg), die mit 13,09 Pfennig/kWh auf Platz 13 der bundesweiten Vergleichsliste rangiert. Ihr folgt auf Platz 14 die TEAG aus Erfurt mit 13,17 Pfennig/kWh.


Die vom VIK ermittelten Durchschnittspreise wurden über 13 Abnahmefälle (100 kW/1600 h bis 25.00kW/7000 h) gemittelt und verstehen sich als Oberwerte - aufgrund der Liberalisierung des Strommarkts können durchaus günstigere Konditionen mit den Stromanbietern ausgehandelt werden.


(ots)