Günstige Einkaufskonditionen

Strom aus österreichischer Wasserkraft für Homburg

Die Stadtwerke Homburg werden in den kommenden zwei Jahren von der Österreichischen Elektrizitätswirtschafts–AG (Verbund) mit Strom beliefert. Mit dem neuen Vorlieferanten gehört der Energieversorger zu den günstigsten Anbietern im Saarland. Erste Großkunden, darunter das Bosch- und das Michelin-Werk, werden (wieder) von den Stadtwerken beliefert.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Stromkunden aus Homburg erhalten künftig Strom aus Wasserkraft: Die Österreichische Elektrizitätswirtschafts–AG (Verbund) beliefert die Stadtwerke in den Jahren 2004 und 2005.

"Homburg ist ein wichtiger Industrie- und Gewerbestandort. Unsere großen Kunden messen uns nicht nur mit den deutschen Mitbewerbern, sondern mittlerweile auch mit den europäischen Stromanbietern. Deshalb lag es nahe, dass auch wir uns auf internationalem Parkett umgeschaut haben", so Helmut Fuß, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Homburg. Mit dem neuen Vorlieferanten gehören die Stadtwerke Homburg eigenen Angaben zufolge zu den günstigsten Anbietern im Saarland.

Erste Erfolge lassen sich schon jetzt verzeichnen: So gelang es aktuell, die Homburger Bosch-Werke wieder als Kunden zu gewinnen und für die Dauer von zwei Jahren zu beliefern. Ebenso gewannen die Stadtwerke öffentliche Ausschreibungen des Saarlandes und des EVS und können die Kläranlage und andere öffentliche Einrichtungen weiter beliefern. "Nächste Woche findet die Vertragunterzeichnung mit dem Homburger Michelin-Werk statt. Auch diesen Kunden werden wir wiederum für zwei Jahre beliefern. Damit haben wir alle großen Unternehmen in Homburg wieder unter Vertrag", betont Wolfgang Ast, der kaufmännische Geschäftsführer. Er freut sich darüber, dass die Homburger Stadtwerke damit im nächsten Jahr hinsichtlich der Strom- und Erdgasabgabe das größte kommunale Energieunternehmen im Saarland sein werden. "Wir haben im Zuge eines europaweiten Wettbewerbs mit dem richtigen Partner zum richtigen Zeitpunkt verhandelt", betont Vertriebsleiter Matthias Sommer. Ubd weiter: "Unser früher Vertragsabschluss ermöglichte günstige Einkaufskonditionen, die wir an unsere Kunden weitergeben. Mittlerweile sind die Bezugskosten für Strom in Deutschland um rund 50 Prozent gestiegen. Diese Tendenz hält durch das knapper werdende Angebot leider an", kommentiert er die Entwicklung.

Gut vorbereitet sieht das kommunale Unternehmen der neuen europäischen Verordnung entgegen, die eine Kennzeichnung der Erzeugungsarten des Stromes zum Inhalt hat. Die Kennzeichnungspflicht wird Mitte 2004 wirksam. Dann können auch die Kunden der Stadtwerke nachlesen, wie Ihr Strom erzeugt wird: Homburg erhält vom österreichischen Verbund zu 87 Prozent Strom aus Wasserkraftwerken und zu 13 Prozent Strom aus konventionellen Wärmekraftwerken.

Zusätzlich kauften die Stadtwerke Homburg aus dem Donaukraftwerk Ypps-Persenbeug eine Strommenge, die vom TÜV zertifiziert ist und als "reiner" Ökostrom unter dem Namen "Alpenstrom" angeboten wird.