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Strom aus Gülle: Neue Biogasanlage in Mecklenburg

Mit der neuen Anlage soll aus Rindergülle, Maissilage und Getreide Biogas gewonnen werden. Beim Aufbau der Anlage selbst werden vorhandene Gebäude umgebaut. Die gesamte Befestigung der einstigen Rinderanlage werden für die neue Biogasanlage verwendet.

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Carolinenhof (red) - Die Bio Energy GmbH Woldegk wird auf der ehemaligen Jungrinderanlage Carolinenhof (Kreis Mecklenburg-Strelitz) eine große Biogasanlage bauen. Ab September 2005 soll dort aus Rindergülle und Getreideabfall Energie gewonnen werden. MV-Wirtschaftsminister Dr. Otto Ebnet überreichte in dieser Wochen einen Zuwendungsbescheid für die Errichtung einer der größten Biogasanlagen in Mecklenburg-Vorpommern. Insgesamt werden fast drei Millionen Euro investiert.

"Energieerzeugungsanlagen aus Biomasse haben in einem Agrarland wie Mecklenburg-Vorpommern Konjunktur", erläuterte Ebnet. Beim Aufbau der Anlage selbst werden vorhandene Gebäude umgebaut. Die gesamte Befestigung der einstigen Rinderanlage, Flachsilos, die eigene Wasserversorgung sowie einige Gebäude werden für die neue Biogasanlage verwendet.

Mit der Anlage in Carolinenhof soll aus Rindergülle, Maissilage und Getreide Biogas gewonnen werden. Die organischen Inhaltsstoffe vergären unter Luftabschluss in sogenannten Fermentern. Unter Zugabe von Bakterien entwickelt sich Biogas. Mit diesem Gas werden im angeschlossenen Blockheizkraftwerk Strom und Wärme erzeugt. Damit soll eine elektrische Leistung von knapp 1000 Kilowattstunden und ein elektrischer Jahresenergieertrag von über 7,5 Millionen Kilowattstunden erzeugt werden. Die Wärmeleistung wird etwa 1300 Kilowatt betragen.

Von 1997 bis 2002 speisten in Mecklenburg-Vorpommern 22 Biogasanlagen mit einer installierten Leistung von 7,4 Megawatt Strom in das Elektrizitätsnetz der Energieversorger ein. Im vergangenen Jahr wurde der Bau von fünf zusätzliche Anlagen gefördert. Weitere 20 befinden sich derzeit in Planung oder im Bau.