Strom aus Bergsträßer Bioabfall liefert Ökostrom

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Der Kreis Bergstraße und die HEAG NaturPur AG bauen ihre Zusammenarbeit weiter aus: Ein kürzlich unterzeichneter Vertrag regelt einen teilweisen Bezug des in der kreiseigenen Vergärungsanlage in Heppenheim umweltverträglich erzeugten Stroms durch die HEAG NaturPur AG. Mit der Vereinbarung stellt der Darmstädter Ökostromanbieter den fünfprozentigen Biomasseanteil am NaturPur-Strommix sicher, den die stark gestiegene Nachfrage nach ihrem umweltfreundlich und regional erzeugten Strom erfordert. Die NaturPur AG legt besonderen Wert darauf, dass vertraglich sichergestellt ist, dass für die Produktion ihres NaturPur-Stromes nur zertifizierbare Rohstoffe eingesetzt werden.


In der Anfang 1999 in Betrieb genommenen Vergärungs- und Kompostierungsanlage Heppenheim werden die im Landkreis anfallenden Bioabfälle wie die Inhalte der Biotonnen, Grünschnittabfälle etc. verarbeitet. Mit der Anlage hat der Landkreis Bergstraße einen entscheidenden Schritt zu einer nachhaltigen Entwicklung in der Abfallentsorgung getan. Die organischen Abfälle werden vergoren, das dabei freiwerdende Gas in Blockheizkraftwerken zur gleichzeitigen Wärme- und Stromerzeugung verbrannt. Dabei wird nur so viel Kohlendioxid freigesetzt, wie die Pflanzen zuvor aus der Luft aufgenommen haben.


Am 25. April 00 hatte sich der Landkreis bereits vertraglich dazu verpflichtet, künftig ein Drittel der kreiseigenen Liegenschaften mit ökologisch erzeugtem Strom versorgen zu lassen. Die NaturPur AG liefert seither rund 1,6 Millionen Kilowattstunden Ökostrom aus regionalen Erzeugungsanlagen an die Bergstraße. Ein weiterer gemeinsamer Weg wird angestrebt. Egon Straub: "Ausschlaggebend für die Kooperationsentscheidung war das Know-how der HEAG. Für weitere fortschrittliche Projekte bin ich immer offen."